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Vorab-Kritik · Im Kino ab 16.12.2026

Avengers: Doomsday Vorab-Kritik: Die Russo-Brüder sind zurück, und diesmal steht alles auf dem Spiel

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Sieben Jahre später fühle ich mich endlich wieder wie vor dem April 2019: Ich zähle die Tage bis zu einem Avengers-Film. Avengers: Doomsday startet am 16. Dezember in den deutschen Kinos, und allein die Rückkehr der Russo-Brüder reicht aus, damit auch Marvel-müde Zuschauer aufhorchen. Bleibt die Frage, ob das Studio tatsächlich noch einmal ein Wunder schaffen kann.

8,2/10
Erwartete Wertung
Auf dem Papier ist das das stärkste Marvel-Paket seit Endgame, und wenn die Russos an ihre alte Form anknüpfen, herrscht im Dezember in den Kinos wieder kollektiver Ausnahmezustand.
Story
7
Schauspiel
9
Regie
8
Optik
9
Musik und Ton
8
Emotionen
8

Die Gesamtwertung ist der Durchschnitt der sechs Kriterien.

Avengers: Doomsday: Trailer

Filmdaten

Kinostart in Deutschland16.12.2026
RegieAnthony Russo, Joe Russo
BesetzungRobert Downey Jr., Pedro Pascal, Chris Hemsworth, Vanessa Kirby, Anthony Mackie, Sebastian Stan
GenreFantastische Abenteuerfilme
LandAmerikanische Filme

Worum geht es? Darüber schweigen gerade sogar die Wände

Fangen wir ehrlich an: Über die Handlung wissen wir im Moment sicher nur das, was der Titel verrät. Doctor Doom, einer der ganz großen Schurken des Marvel-Universums, betritt die Bühne, und die Avengers müssen sich ihm stellen. Mehr werde ich nicht behaupten, weil ich nichts erfinden möchte. Und ganz ehrlich: Auch dir würde ich raten, dich vor dem Start nicht im Sumpf der Fantheorien zu verlieren.

Was man aber schon am Titel spürt: Hier kündigt sich ein klassischer, großer Ensemblefilm an, in dem eine außergewöhnliche Bedrohung jene Helden zusammenbringt, die in den letzten Jahren getrennte Wege gegangen sind. Das Genre ist Fantasy-Abenteuer, die Dimension also maximal: Welten, Einsätze, Spektakel. Genau mit solchen Filmen hat Marvel seinen Höhepunkt erreicht, und genau auf solche Filme wartet das Publikum, seit die Geschichte um Thanos abgeschlossen ist.

Die Russo-Brüder: Die Meister des Ensemblefilms sitzen wieder am Steuer

Wenn du mich fragst, ist der größte Trumpf des Projekts gar kein Schauspieler, sondern das Regieduo. Anthony und Joe Russo stehen hinter Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame, und davor ging auch The First Avenger: Civil War auf ihr Konto. Diese drei Filme bilden zusammen das Rückgrat der Marvel-Ära, und alle zeigen dieselbe seltene Fähigkeit: Die Russos wissen, wie man ein Dutzend Hauptfiguren so über die Leinwand bewegt, dass niemand untergeht und die großen Momente echtes Gewicht haben.

Das ist keine Kleinigkeit. Die große Krankheit der Superheldenfilme der letzten Jahre lautete: viele Figuren, viele Schauplätze, wenig Gefühl. Die Russos dagegen schaffen es, dass sich selbst eine Szene mit zwei Sätzen ins Gedächtnis brennt. Wenn ich irgendwem zutrauen würde, die Avengers wieder zusammenzuführen, dann ihnen.

Das Risiko ist natürlich da: Seit Endgame ist das Marvel-Universum regelrecht zersplittert, und die Regisseure müssen jetzt ein deutlich chaotischeres Feld zusammenhalten. Aber wenn das jemand hinbekommt, dann die beiden.

Eine Besetzung, bei der einem die Kinnlade runterfällt

Schauen wir uns die Namensliste an, denn die ist schlicht unglaublich. Allein die Rückkehr von Robert Downey Jr. zu Marvel ist eine Sensation: Er war Iron Man, das Fundament des gesamten Filmuniversums, und nach Endgame hat niemand damit gerechnet, ihn noch einmal in dieser Welt zu sehen. In welcher Rolle, darauf gehe ich bis zum Start nicht näher ein, aber schon seine Anwesenheit zeigt, wie hoch das Studio pokert.

Dazu kommen Pedro Pascal, Vanessa Kirby und Ebon Moss-Bachrach, die mit The Fantastic Four: First Steps in die Marvel-Familie geholt wurden. Pascal war in den letzten Jahren praktisch überall, und das Blockbuster-Dasein steht ihm überraschend gut. Kirby wiederum gehört zu den stärksten Schauspielerinnen ihrer Generation.

Die alte Garde vertreten Chris Hemsworth, Anthony Mackie und Sebastian Stan. Hemsworth ist als Thor zu einer der liebenswertesten Figuren der Reihe geworden, Mackie hat den Schild von Captain America übernommen, und Stan hat einen der interessantesten Figurenbögen des ganzen Universums bekommen. Simu Liu brachte als Shang-Chi frischen Wind, Florence Pugh und Lewis Pullman kamen über Thunderbolts* dazu, für mich eine der angenehmsten Marvel-Überraschungen der letzten Jahre. Vor allem Pugh ist eine Schauspielerin, die jede Szene allein tragen kann.

Diese Mischung ist selten: alte Ikonen, neue Stars und Darsteller, die einen Film nicht nur mit ihrem Namen, sondern mit ihrem Spiel aufwerten. Wenn mich etwas beruhigt, dann die schauspielerische Seite.

Was könnte daraus das große Marvel-Comeback machen?

Aus drei Gründen bin ich optimistisch.

Hinzu kommt, dass das Publikum sichtlich Hunger auf einen Marvel-Film hat, der wieder ein gemeinsames Erlebnis ist. Der Start von Endgame war ein kulturelles Ereignis: Die Leute haben im Kino geklatscht, geweint, gejubelt. Diese Stimmung hat das Studio seitdem nicht mehr zurückholen können, und dieser Film ist die beste Chance dafür.

Wo kann es schiefgehen? Denn das kann es

Ich wäre nicht fair, wenn ich nur feiern würde. Die Risiken sind real.

Das erste ist die Überfrachtung. Allein die bekannte Besetzungsliste umfasst zehn große Namen, und man muss natürlich mit deutlich mehr Figuren rechnen. Infinity War hat das meisterhaft gelöst, aber dahinter stand eine jahrzehntelange Vorbereitung. Diesmal kennt man einen Teil der Figuren nur aus zwei, drei Filmen, und ob sie dem Publikum genauso ans Herz gewachsen sind, ist offen.

Das zweite sind die Hausaufgaben. Der größte Fehler von Marvel in den letzten Jahren war, dass man vom Publikum Dutzende Serien und Nebenfilme erwartet hat. Verlangt auch dieser Film, dass man vorher alles gesehen hat, könnte er Gelegenheitszuschauer verlieren.

Das dritte ist die Nostalgiefalle. Robert Downey Jr. zurückzuholen ist ein starker Zug, aber wenn der Film zu sehr vom Glanz der Vergangenheit zehrt, wirkt das schnell wie ein billiger Trick. Die Russos müssen beweisen, dass sie etwas Neues zu erzählen haben und nicht nur alte Karten ausspielen.

Wie bereitest du dich auf Dezember vor?

Wenn du das Maximum aus dem Kinoerlebnis herausholen willst, würde ich diese Filme noch einmal schauen: Avengers: Infinity War und Endgame sind Pflicht, weil man daran sieht, was die Russos können. The Fantastic Four: First Steps und Thunderbolts* helfen dabei, die neueren Gesichter kennenzulernen. Wenn du Zeit hast, ist auch The First Avenger: Civil War ein gutes Aufwärmprogramm, denn dort sieht man am deutlichsten, wie die Russos Konflikte zwischen den Helden aufbauen.

Und ein persönlicher Tipp: Mach einen Bogen um geleakte Szenen und Theorievideos. Die Kraft eines solchen Films liegt in der Überraschung, und die wäre vor dem Start schade verschenkt.

Für wen ist der Film?

Wenn er dir gefällt, schau auch: Avengers: Infinity War (2018), Avengers: Endgame (2019), The First Avenger: Civil War (2016), The Fantastic Four: First Steps (2025), Thunderbolts* (2025)

Häufige Fragen

Wann startet Avengers: Doomsday in Deutschland?

Der Film kommt am 16. Dezember 2026 in die deutschen Kinos.

Wer führt bei Avengers: Doomsday Regie?

Anthony Russo und Joe Russo, die Regisseure von Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame.

Wer spielt im Film mit?

Unter anderem Robert Downey Jr., Pedro Pascal, Chris Hemsworth, Vanessa Kirby, Anthony Mackie, Sebastian Stan, Ebon Moss-Bachrach, Simu Liu, Florence Pugh und Lewis Pullman.

Welches Genre hat der Film?

Es handelt sich um ein US-amerikanisches Fantasy-Abenteuer.

Lohnt es sich, den 16. Dezember schon jetzt dick im Kalender anzustreichen?

Ich finde: ja, und zwar mit dickem Filzstift. Hinter Avengers: Doomsday stehen das erfolgreichste Regieduo von Marvel, eine Besetzung, von der wir jahrelang nicht einmal zu träumen gewagt hätten, und ein Bösewicht mit dem Potenzial, ein würdiger Nachfolger von Thanos zu werden. Die Risiken sind real, Überfrachtung und Nostalgiefalle schweben über dem Projekt. Aber wenn die Russos auch nur die Hälfte von dem abliefern, was ihnen mit Endgame gelungen ist, erwartet uns trotzdem eines der größten Kinoerlebnisse des Jahres. Meine erwartete Wertung: hoch. Und mein Ticket würde ich am liebsten schon heute kaufen.

Erwartete Wertung: 8,2/10 · Story 7 · Schauspiel 9 · Regie 8 · Optik 9 · Musik und Ton 8 · Emotionen 8