Bluey Kino Event Vorab-Kritik: Die klügste Hundefamilie springt endlich auf die große Leinwand
Es gibt kaum eine Kindersendung, auf die sich Eltern heimlich mehr freuen als ihre Kinder. Bluey ist genau so eine. Am 5. August 2027 zieht der blaue Heeler-Welpe ins Kino, und Serienschöpfer Joe Brumm führt selbst Regie. Viel steht auf dem Spiel, und gerade deshalb fiebere ich mit.
Wenn Joe Brumm auch in Spielfilmlänge das Herz und den Humor der Serie bewahrt, könnte das der schönste Familienfilm des Jahres 2027 werden.
Bluey Kino Event: Trailer
Filmdaten
| Original | The Bluey Movie |
|---|---|
| Kinostart in Deutschland | 5.8.2027 |
| Regie | Joe Brumm, Richard Jeffery |
| Genre | Animationsfilme, Familienfilme |
| Land | Britische Filme, Australische Filme, Amerikanische Filme |
Warum ist Bluey eigentlich so ein großes Ding?
Für alle, die Bluey noch nicht kennen: Die australische Animationsserie erzählt von einem blauen Heeler-Welpen und seiner Familie. Auf den ersten Blick wirkt das wie eine ganz normale Vorschulsendung mit kurzen Folgen, bunten Bildern und viel Spielerei. Dann setzt man sich mit dem eigenen Kind davor, lacht nach fünf Minuten laut und hat nach zehn Minuten einen Kloß im Hals.
Das Geheimnis der Serie: Sie nimmt das Spielen ernst. Sie will niemandem beibringen, wie man ein gutes Elternteil oder ein braves Kind ist. Sie lässt die Familie einfach spielen, und aus diesem Spiel ergibt sich alles, was man über Kindheit und Elternsein wissen muss. Deshalb sitzen Erwachsene nicht gelangweilt daneben, sondern freuen sich genauso auf die nächste Folge wie die Kleinen. Das ist selten, und genau das muss der Kinofilm bewahren.
Was wir über den Film wissen und was nicht
Ehrlich gesagt: bisher wenig. Fest steht, dass Bluey Kino Event ein animierter Familienfilm ist, der in Deutschland am 5. August 2027 startet. An der Produktion sind Großbritannien, Australien und die USA beteiligt. Regie führen Joe Brumm und Richard Jeffery.
Über die Handlung gibt es keine verlässlichen Infos, also werde ich mir auch nichts ausdenken. Ich weiß nicht, wohin die Familie reist, wer der Bösewicht ist, falls es überhaupt einen gibt, und wie viel Raum Bingo oder die Eltern bekommen. Auf all das sollte man bis zum Start mit offenen Augen warten, bis offizielles Material erscheint.
Was allerdings schon jetzt etwas verrät, ist der Blick auf die Produktion. Die Zusammenarbeit dreier Länder deutet darauf hin, dass hier kein schnell zusammengezimmertes Nebenprodukt für den schnellen Euro entsteht, sondern eine ernsthafte internationale Produktion für ein großes Publikum.
Joe Brumm am Steuer: die beste Nachricht
Wenn ich nur einen Grund für meine Zuversicht nennen dürfte, wäre es Joe Brumm. Er hat Bluey erfunden, und sein Humor, seine Beobachtungsgabe und sein Feingefühl machen die Serie zu dem, was sie ist. Eine der häufigsten Krankheiten von Franchise-Filmen ist ja, dass die Kinofassung nicht mehr vom ursprünglichen Schöpfer stammt, sondern von jemandem, der darin nur eine Marke sieht. Diese Gefahr ist hier deutlich kleiner.
Richard Jeffery kommt als Co-Regisseur dazu. Wie die beiden zusammenarbeiten, wissen wir nicht im Detail, aber die Konstellation lässt vermuten, dass der Ton des Films für Fans nicht fremd klingen wird. Das hoffe ich zumindest, und diese Hoffnung ist gerade ziemlich groß.
Brumm hat bewiesen, dass er in einer kurzen Folge einen kompletten emotionalen Bogen bauen kann. Die Frage ist, ob ihm das auch in Spielfilmlänge gelingt. Das ist ein anderes Format, mit anderem Rhythmus, und es verlangt eine andere Geduld.
Das größte Risiko: aus sieben Minuten ein ganzer Kinoabend
Hier liegt meine größte Sorge. Blueys Stärke ist die Kürze. Jede Folge baut auf einer einzigen Idee auf, einem Spiel, einer Situation, und endet genau dann, wenn es am schönsten ist. Dieses Format ist gnadenlos präzise: kein Leerlauf, kein Füllmaterial.
Ein Kinofilm braucht aber einen größeren Bogen. Und da lauert die Falle: Viele Serienverfilmungen lösen das Längenproblem, indem sie die Fallhöhe vergrößern. Sie bauen Abenteuer, Gefahr und spektakuläre Verfolgungsjagden ein und verlieren dabei die intime Wohnzimmerstimmung, für die wir das Original lieben. Bluey muss nicht die Welt retten. Ein verlorenes Spielzeug, ein Umzug oder ein großer Familientag reichen völlig, wenn sie gut geschrieben sind.
Das zweite Risiko ist zu viel Gefühl. Die bewegendsten Momente der Serie funktionieren, weil sie überraschend kommen und zurückhaltend bleiben. Will der Film anderthalb Stunden lang ununterbrochen zu Tränen rühren, wirkt das schnell aufdringlich. Ich vertraue darauf, dass Brumm weiß: Eine gute emotionale Szene ist leise.
Was das Publikum im Kino erwarten darf
Wenn alles gut läuft, bekommen wir einen Familienfilm, in den sich Kinder und Eltern gleichermaßen gern setzen, ohne dass sich einer von beiden langweilt. Mir fallen dabei die besten Pixar-Momente ein oder die Paddington-Filme, die bewiesen haben, dass eine freundliche, sanfte Welt einen Kinosaal füllen kann, ohne zynisch oder laut zu werden.
Auch optisch gibt es Grund zur Vorfreude. Die sonnige, warme Farbwelt der Serie, inspiriert von Brisbane, könnte auf der großen Leinwand wunderschön aussehen, und ein Kinobudget erlaubt mehr Details, tiefere Räume und reichere Hintergründe. Bei der Musik bin ich ebenfalls optimistisch: Der Soundtrack der Serie war immer klug und fein gearbeitet, und über eine große Kinoanlage kann er richtig aufblühen.
Für die Kleinen werden wohl das Spielerische, das Lachen und die schrägen Einfälle zählen. Die Großen bekommen dafür diesen kleinen Stich im Herzen, wenn sie sich selbst in einem müden, aber immer spielbereiten Papa oder einer Mama wiedererkennen.
Für wen ist der Film?
- Für dich, wenn: Für Bluey-Familien, Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter und alle Eltern, die längst heimlich selbst Fans der Serie geworden sind.
- Lieber auslassen, wenn: Wer rasante Action, große spektakuläre Abenteuer oder Animation speziell für Erwachsene sucht, dürfte den Film zu sanft finden.
Wenn er dir gefällt, schau auch: Paddington (2014), Paddington 2 (2017), Winnie Puuh (2011), Alles steht Kopf (2015), Coco, Lebendiger als das Leben! (2017)
Häufige Fragen
Wann startet Bluey Kino Event in Deutschland?
Der Film kommt am 5. August 2027 in die deutschen Kinos.
Wer führt bei Bluey Kino Event Regie?
Regie führen Joe Brumm, der Schöpfer der Bluey-Serie, und Richard Jeffery.
Welches Genre hat Bluey Kino Event?
Es ist ein animierter Familienfilm.
Welche Länder produzieren den Film?
Bluey Kino Event ist eine britisch-australisch-amerikanische Koproduktion.
Muss man die Serie kennen, bevor man ins Kino geht?
Zur Handlung gibt es noch keine offiziellen Informationen, aber Fans werden sicher mehr aus dem Film herausholen. Ein paar Folgen der Serie sind eine gute Einstimmung vor dem Kinostart.
Lohnt es sich, schon jetzt einen Familienkinotag im August einzuplanen?
Ich finde: ja, und ich würde ihn mir schon jetzt in den Kalender schreiben. Bluey gehört zu den wenigen Marken, die sich auch das Vertrauen der Eltern verdient haben, und dass Joe Brumm selbst Regie führt, ist die beste Garantie, die so ein Projekt bekommen kann. Das Risiko ist echt: Die Perfektion von sieben Minuten lässt sich nicht automatisch auf Kinolänge übertragen, und der Film könnte leicht in Richtung zu großes Abenteuer oder zu viele Tränen kippen. Bewahrt er aber die stille Weisheit und den verspielten Humor der Serie, wird er eines der schönsten Kinoerlebnisse im Sommer 2027. Meine erwartete Wertung: hoch, mit vorsichtigem Optimismus.
