Columbo: Etüde in Schwarz, der Dirigent und der perfekte Mord
Columbo: Etüde in Schwarz gehört zu den Folgen, die Fans immer wieder nennen, wenn es um die besten Fälle des Inspektors im Trenchcoat geht. Ein gefeierter Dirigent glaubt, den perfekten Mord begangen zu haben, und unterschätzt den Mann, der scheinbar zerstreut durch seinen Konzertsaal schlurft. Hier erfährst du, was die Folge ausmacht, wo sie in der Serie steht und für wen sie sich lohnt.
Es gibt Krimis, bei denen du bis zur letzten Minute rätselst, wer der Täter ist. Und es gibt Columbo. Hier weißt du es von Anfang an, und genau das ist der Clou. Die Spannung liegt nicht im Wer, sondern im Wie: Wie kommt dieser freundliche, ewig zerknitterte Polizist dem Mörder auf die Schliche, der doch alles so sorgfältig geplant hat? Etüde in Schwarz ist dafür ein Paradebeispiel, und zwar eines mit ordentlich Glanz, Musik und Eitelkeit.
Die Folge eröffnete die zweite Staffel der Serie im Herbst 1972. In der Rolle des Täters spielt John Cassavetes einen Dirigenten, der Ruhm, Ehe und Karriere schützen will und dafür über Leichen geht. Ihm gegenüber steht Peter Falk als Lt. Columbo, und das Duell der beiden ist schlicht ein Genuss. Wenn du wissen willst, warum diese Episode so oft als Einstieg empfohlen wird, bist du hier richtig.

Columbo (1971)
Worum geht es in Columbo: Etüde in Schwarz?
Das Grundprinzip kennst du, wenn du schon mal eine Folge gesehen hast: Zuerst siehst du den Mord, danach den Ermittler. In Etüde in Schwarz ist der Täter ein Dirigent, ein Mann mit Charme, Publikum und einem Ruf, den er um keinen Preis verlieren will. Er inszeniert die Tat mit der gleichen Sorgfalt, mit der er ein Orchester führt, und rechnet fest damit, dass die Polizei ihm nichts nachweisen kann.
Dann taucht Columbo auf. Mit seinem zerknautschten Trenchcoat, der ewigen Zigarre und dieser Art, Fragen zu stellen, als würde er sie sich gerade erst ausdenken. Ganz ohne Gewalt und Drohungen arbeitet er sich voran, Detail für Detail. Der Täter hält ihn für harmlos, vielleicht sogar für etwas trottelig. Das ist sein größter Fehler.
Was diese Folge besonders macht, ist das Milieu. Statt einer Villa oder eines Büros bekommst du die Welt der klassischen Musik: Proben, Applaus, Eitelkeiten hinter der Bühne. Das gibt dem Fall eine elegante, fast festliche Stimmung, die einen schönen Kontrast zu Columbos bodenständiger Art bildet.
Peter Falk und John Cassavetes: das Duell
Peter Falk ist Columbo, daran gibt es nichts zu rütteln. Er spielt die Figur über die gesamte Laufzeit der Serie, von 1971 bis zur letzten Ausstrahlung im Jahr 2003. Seine Kunst liegt im Understatement: Er wirkt verloren, kramt in den Taschen, entschuldigt sich ständig, und hat in Wahrheit längst alles im Blick.
John Cassavetes als Gegenspieler ist ein echter Glücksgriff. Sein Dirigent ist selbstbewusst bis zur Arroganz, souverän im Auftreten und gleichzeitig spürbar angespannt, je enger Columbo die Schlinge zieht. Die Szenen, in denen die beiden sich gegenüberstehen, funktionieren wie ein Kammerspiel: zwei Männer, die beide wissen, worum es geht, aber keiner spricht es aus.
Genau dieses Katz und Maus Spiel ist der Grund, warum viele Fans Etüde in Schwarz zu ihren Favoriten zählen. Der Mörder ist hier kein Pappkamerad, sondern ein ebenbürtiger Gegner.
Wo steht die Folge in der Serie?
Etüde in Schwarz ist die Auftaktfolge von Staffel 2, die am 17. September 1972 startete. Damit gehört sie zur klassischen Phase der Serie, die in den 70er Jahren zunächst bei NBC lief. Später kehrte Columbo zurück, die neueren Folgen ab 1989 liefen bei ABC.
Ein kurzer Überblick über die gesamte Serie:
- Staffel 1 (ab 1971): 7 Folgen
- Staffel 2 (ab 1972): 8 Folgen, darunter Etüde in Schwarz
- Staffel 3 (ab 1973): 8 Folgen
- Staffel 4 (ab 1974): 6 Folgen
- Staffel 5 (ab 1975): 6 Folgen
- Staffel 6 (ab 1976): 3 Folgen
- Staffel 7 (ab 1977): 5 Folgen
- Staffel 8 (ab 1989): 4 Folgen
- Staffel 9 (ab 1989): 6 Folgen
- Staffel 10 (ab 1990): 14 Folgen
Insgesamt kommt Columbo auf 10 Staffeln und 67 Folgen. Die gute Nachricht: Jede Episode ist in sich abgeschlossen. Du musst also nicht chronologisch schauen und kannst problemlos mit Etüde in Schwarz einsteigen.
Warum Columbo bis heute funktioniert
Die Serie wurde von Richard Levinson und William Link erschaffen, und ihre Idee war so simpel wie genial: das umgekehrte Krimirätsel. Du bist dem Ermittler immer einen Schritt voraus, weil du die Tat gesehen hast. Trotzdem bleibt es spannend, weil du nicht weißt, welches winzige Detail den Täter am Ende verrät.
Dazu kommt Columbos Methode. Er droht nicht, er schlägt nicht zu, er rennt keinem hinterher. Er fragt. Und fragt noch mal. Und dreht sich an der Tür um, weil ihm noch eine Kleinigkeit eingefallen ist. Dieses Muster ist längst Kult, und bei TMDB steht die Serie mit einer Wertung von 8,1 entsprechend gut da.
Bei Etüde in Schwarz kommt hinzu, dass die Folge die Formel auf ihrem Höhepunkt zeigt: ein glamouröser Täter, ein durchdachter Plan und ein Ermittler, der sich langsam, aber unaufhaltsam heranpirscht.
Columbo streamen: Wo läuft Etüde in Schwarz?
Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist Columbo aktuell in keinem Flatrate-Abo in Deutschland gelistet. Das kann sich natürlich jederzeit ändern, Klassiker wie dieser wandern gern zwischen Anbietern hin und her.
Ein Tipp: Schau regelmäßig ins Fernsehprogramm. Columbo gehört zu den Serien, die im deutschen Fernsehen immer wieder wiederholt werden. Außerdem lohnt sich ein Blick auf Kauf- und Leihangebote oder auf DVD und Blu-ray, wenn du die Folgen dauerhaft im Regal haben willst.
Für wen lohnt sich die Folge?
Ehrlich gesagt: für fast alle, die Krimis mögen. Aber besonders für dich, wenn
- du Columbo noch nie gesehen hast und einen starken Einstieg suchst,
- du lieber einem cleveren Duell zuschaust als einer Verfolgungsjagd,
- du Krimis mit Atmosphäre und einem Hauch Glamour schätzt,
- du gute Schauspieler bei der Arbeit sehen willst.
Wenn du dagegen Action, Schießereien und hohes Tempo erwartest, wirst du dich umstellen müssen. Columbo lässt sich Zeit. Das ist aber kein Mangel, sondern die eigentliche Freude dabei: Du lehnst dich zurück und genießt, wie sich ein selbstgefälliger Täter Stück für Stück selbst ins Aus manövriert.
Ähnliche Fälle und wie es weitergeht
Hat dich Etüde in Schwarz gepackt, dann schau einfach die restlichen Folgen von Staffel 2 weiter. Die frühen 70er Jahre gelten bei vielen Fans als die stärkste Phase, und du bleibst damit im selben Stil. Danach kannst du dich durch Staffel 3 bis 7 arbeiten, bevor du die späteren Folgen ab 1989 entdeckst, die etwas anders im Ton sind, aber Peter Falk in gewohnter Form zeigen.
Mein persönlicher Rat: Gönn dir die Folgen nicht im Marathon, sondern lieber einzeln am Abend. Columbo wirkt am besten wie ein gutes Glas Wein, langsam und mit Genuss.
Häufige Fragen
In welcher Staffel ist Columbo: Etüde in Schwarz?
Die Folge eröffnet Staffel 2, die am 17. September 1972 gestartet ist.
Wer spielt den Mörder in Etüde in Schwarz?
John Cassavetes spielt den Dirigenten, der zum Täter wird. Peter Falk ist wie immer als Lt. Columbo zu sehen.
Kann ich Columbo aktuell streamen?
Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist Columbo in Deutschland in keinem Flatrate-Abo gelistet. Ein Blick ins TV-Programm oder auf Kaufangebote lohnt sich.
Wie viele Folgen hat Columbo insgesamt?
Die Serie umfasst 10 Staffeln mit insgesamt 67 Folgen, ausgestrahlt zwischen 1971 und 2003.
Muss ich Columbo in der richtigen Reihenfolge schauen?
Nein. Jede Folge ist ein abgeschlossener Fall, du kannst also problemlos mit Etüde in Schwarz einsteigen.
Wer hat Columbo erfunden?
Die Serie stammt von Richard Levinson und William Link.
Bereit für ein Duell im Konzertsaal?
Wenn du nur eine einzige Columbo-Folge sehen willst, um zu verstehen, warum dieser Mann im Trenchcoat Kultstatus hat, dann ist Etüde in Schwarz eine verdammt gute Wahl. Elegantes Setting, ein Täter auf Augenhöhe und Peter Falk in Bestform. Halt Ausschau nach der nächsten Ausstrahlung, mach es dir gemütlich und achte auf die Kleinigkeiten. Columbo tut es nämlich auch.
