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Ratgeber · Aktualisiert: 9.10.2026 · Quelle: TMDB

Das Böse unter der Sonne: Peter Ustinov ermittelt als Poirot am Mittelmeer

Das Böse unter der Sonne ist der Krimi, den du an einem verregneten Sonntag brauchst: Sonne, Meer, ein Luxushotel voller Lügner und Peter Ustinov als Hercule Poirot. Guy Hamiltons Agatha-Christie-Verfilmung von 1982 ist elegant, bissig und herrlich überkandidelt. Hier erfährst du, worum es geht, wer mitspielt und wo der Film gerade läuft.

Manche Filme altern, andere reifen. Das Böse unter der Sonne (Originaltitel: Evil Under the Sun) gehört klar zur zweiten Sorte. Der Film kam am 30. September 1982 in die deutschen Kinos, ist ab 12 Jahren freigegeben und dauert 117 Minuten. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von Agatha Christie und bringt alles mit, was einen klassischen Whodunit ausmacht: einen abgeschlossenen Ort, einen Mord, eine Handvoll Verdächtiger mit Motiv und einen belgischen Detektiv, der sich von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen lässt.

Klar, bei einem Christie-Krimi gibt es im Grunde nichts Neues unter der Sonne: Jemand stirbt, alle haben Geheimnisse, am Ende versammelt Poirot die Runde und dröselt alles auf. Aber genau diese Vertrautheit ist der Reiz. Und wie dieser Film das Rezept serviert, mit Witz, Glamour und einem Ensemble, das sichtbar Spaß an seinen Rollen hat, macht ihn zu einem der schönsten Vertreter seiner Gattung.

Das Böse unter der Sonne Poster

Das Böse unter der Sonne (1982)

Guy Hamilton · Peter Ustinov (Hercule Poirot), James Mason (Odell Gardener), Sylvia Miles (Myra Gardener), Roddy McDowall (Rex Brewster), Maggie Smith (Daphne Castle), Jane Birkin (Christine Redfern), Nicholas Clay (Patrick Redfern), D · 117 Min. · TMDB 6,9/10 · Streaming: Amazon Arthaus Channel, Arthaus+ Apple TV channel, Arthaus+

Worum geht es in Das Böse unter der Sonne?

Ein exklusives Hotel, ein griechischer Strand, strahlender Sonnenschein. Und mittendrin liegt Arlena Marshall, gefeierte Broadway-Diva, erdrosselt im Sand. Meisterdetektiv Hercule Poirot ist ohnehin vor Ort und nimmt sich die übrigen Hotelgäste vor. Das Problem: Jeder von ihnen hätte ein Motiv.

Da wäre der eifersüchtige Ehemann, der mit den Eskapaden seiner Frau offensichtlich nicht glücklich war. Da wäre der Produzent Odell Gardener, in dessen Show die Tote partout nicht auftreten wollte. Und selbst die so freundliche Hotelchefin hat mehr zu verbergen, als ihr charmantes Lächeln vermuten lässt. Poirot sortiert Alibis, beobachtet kleine Gesten und hört genau hin, wenn jemand ein bisschen zu schnell antwortet.

Keine Sorge: Wer der Täter ist, verraten wir hier nicht. Das Vergnügen dieses Films besteht ja gerade darin, selbst mitzuraten und am Ende trotzdem überrascht zu werden.

Besetzung und Rollen: ein Ensemble zum Niederknien

Wenn man ehrlich ist, schaut man diesen Film zur Hälfte wegen der Leute vor der Kamera. Die Besetzung liest sich wie ein Who's who des britischen und amerikanischen Kinos:

Das Highlight sind die Duelle zwischen Diana Rigg und Maggie Smith. Die beiden werfen sich Spitzen an den Kopf, dass man jede Zeile mitschreiben möchte. Ustinov wiederum spielt Poirot nicht als kühlen Denkapparat, sondern als genießerischen, eitlen und doch scharfsinnigen Herrn, der sich über ein misslungenes Frühstück fast mehr aufregt als über eine Leiche. Das macht ihn wunderbar menschlich.

Regie und Stil: Guy Hamilton setzt auf Glamour

Regisseur Guy Hamilton inszeniert den Film als luxuriöses Urlaubsabenteuer mit Mordbeigabe. Die Bilder sind sonnig und farbenfroh, die Kostüme schick, das Tempo gemächlich, aber nie langweilig. Hier wird nicht gehetzt, hier wird genossen. Wer moderne Krimis mit schnellen Schnitten gewohnt ist, muss sich kurz umstellen. Danach merkt man schnell, wie viel Freude in dieser Ruhe steckt.

Die Genre-Mischung aus Thriller, Krimi, Mystery und Drama funktioniert vor allem deshalb, weil der Film sich selbst nie zu ernst nimmt. Es gibt echte Spannung, aber eben auch viel trockenen Humor. Gerade die Dialoge haben einen Biss, den man in vielen neueren Christie-Verfilmungen vermisst.

Teil der Poirot-Filmreihe mit Peter Ustinov

Das Böse unter der Sonne gehört zur Hercule-Poirot-Filmreihe mit Peter Ustinov. Seinen ersten Auftritt als belgischer Meisterdetektiv hatte Ustinov 1978 in Tod auf dem Nil. Die Filme bauen erzählerisch nicht aufeinander auf, jeder Fall ist in sich abgeschlossen. Du kannst also ganz entspannt mit diesem Film einsteigen, ohne etwas verpasst zu haben.

Wer allerdings Gefallen an Ustinovs Poirot findet, wird ziemlich sicher auch zu den anderen Teilen greifen wollen. Seine Interpretation unterscheidet sich deutlich von späteren Darstellungen: rundlicher, verschmitzter, gemütlicher. Für viele Zuschauer in Deutschland ist er bis heute der Poirot schlechthin.

Wo kann man Das Böse unter der Sonne streamen?

Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist Das Böse unter der Sonne in Deutschland bei folgenden Flatrate-Angeboten verfügbar:

Alle drei Optionen laufen über das Arthaus-Angebot, du kannst also wählen, ob du den Dienst direkt nutzt oder als Kanal über Amazon oder Apple TV buchst. Da sich Streaming-Kataloge regelmäßig ändern, lohnt sich vor dem Abschluss eines Abos ein kurzer Blick, ob der Film noch im Programm ist.

Für wen lohnt sich der Film?

Ganz klar für alle, die klassische Rätselkrimis lieben und gern selbst mitknobeln. Wenn du bei Krimis am liebsten nach zwanzig Minuten eine Theorie aufstellst und sie dann dreimal über den Haufen wirfst, bist du hier genau richtig.

Außerdem empfehlen wir den Film:

Weniger geeignet ist der Film, wenn du rasante Action oder düstere Brutalität erwartest. Das Böse lauert hier eher in den Blicken und Gesprächen als in blutigen Szenen.

Ähnliche Filme für Krimi-Fans

Wenn dir Das Böse unter der Sonne gefallen hat, liegt der Griff zu Tod auf dem Nil von 1978 nahe, wieder mit Peter Ustinov als Poirot und ebenfalls mit exotischer Kulisse und einer illustren Gruppe Verdächtiger. Auch andere Agatha-Christie-Verfilmungen mit großem Starensemble passen bestens zur Stimmung.

Im Grunde funktioniert alles, was dem Prinzip folgt: abgeschlossener Ort, viele Verdächtige, ein Ermittler mit Schrullen. Doch nur wenige Vertreter haben so viel Charme und so gut aufgelegte Darsteller wie dieser sonnige Klassiker.

Häufige Fragen

Wer spielt Hercule Poirot in Das Böse unter der Sonne?

Hercule Poirot wird von Peter Ustinov gespielt. Der Film gehört zu seiner Poirot-Filmreihe.

Wo kann ich Das Böse unter der Sonne streamen?

Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, läuft der Film bei Arthaus+, im Amazon Arthaus Channel und im Arthaus+ Apple TV channel.

Wie lang ist Das Böse unter der Sonne?

Der Film hat eine Laufzeit von 117 Minuten.

Ab wie viel Jahren ist Das Böse unter der Sonne freigegeben?

Der Film hat eine FSK-Freigabe ab 12 Jahren.

Wer hat bei Das Böse unter der Sonne Regie geführt?

Regie führte Guy Hamilton. Der Film kam am 30. September 1982 in die deutschen Kinos.

Auf welchem Buch basiert der Film?

Die Vorlage ist der gleichnamige Kriminalroman von Agatha Christie, im Original Evil Under the Sun.

Hast du den Täter schon vor Poirot entlarvt?

Das ist die eigentliche Herausforderung bei Das Böse unter der Sonne. Der Film legt seine Spuren fair aus, versteckt sie aber geschickt zwischen Sonnenschirmen, Cocktails und spitzen Bemerkungen. Schnapp dir also einen Kaffee, achte auf jede Kleinigkeit und versuch, schneller zu sein als der Belgier mit dem gezwirbelten Schnurrbart. Wir wetten: Am Ende lacht Poirot zuletzt, und du hast trotzdem einen der unterhaltsamsten Krimiabende seit Langem gehabt.

Datenquelle: The Movie Database (TMDB), Streaming-Angaben laut JustWatch, Stand 9.10.2026.