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Ratgeber · Aktualisiert: 9.10.2026 · Quelle: TMDB

Das letzte Einhorn: Warum der melancholische Zeichentrick-Klassiker bis heute verzaubert

Das letzte Einhorn ist einer dieser Filme, die man als Kind sieht und nie wieder ganz vergisst. Der Zeichentrickfilm von 1982 erzählt von einem Einhorn, das herausfinden will, ob es wirklich das letzte seiner Art ist. Hier erfährst du, worum es geht, wer die Stimmen sind und für wen sich das Wiedersehen lohnt.

Wenn du an Das letzte Einhorn denkst, hast du vermutlich sofort Bilder im Kopf: den herbstlichen Zauberwald, den roten Stier aus Feuer, das düstere Schloss am Meer. Der Film unter der Regie von Jules Bass und Arthur Rankin Jr. kam im Original als The Last Unicorn 1982 heraus und lief am 21. Oktober 1983 in den deutschen Kinos an. Seitdem hat er sich in vielen Familien als fester Bestandteil von Kindheitserinnerungen eingenistet.

Dabei ist das hier kein glattgebügeltes Märchen. Der Film ist traurig, seltsam, manchmal richtig unheimlich und gerade deshalb so stark. Er basiert auf dem Roman von Peter S. Beagle und nimmt dessen leise, nachdenkliche Stimmung ernst. Genau das macht ihn bis heute besonders.

Das letzte Einhorn Poster

Das letzte Einhorn (1982)

Jules Bass, Arthur Rankin Jr. · Mia Farrow (Unicorn / Amalthea (voice)), Alan Arkin (Schmendrick (voice)), Tammy Grimes (Molly Grue (voice)), Jeff Bridges (Prince Lir (voice)), Christopher Lee (King Haggard (voice)), Angela Lansbury (Mommy Fortuna (voi · 92 Min. · TMDB 7,3/10 · Streaming: derzeit in keinem Abo

Worum geht es in Das letzte Einhorn?

Das Einhorn lebt allein in seinem Zauberwald, in dem es immer Frühling bleibt. Eines Tages hört es, dass es womöglich das letzte Einhorn der Welt ist. Die anderen sind verschwunden, getrieben vom Roten Stier, der König Haggard dient und die Einhörner ans Ende der Welt gejagt hat.

Also verlässt das Einhorn seinen Wald und macht sich auf die Suche. Draußen stellt es schnell fest, dass die Menschen es gar nicht mehr erkennen. Sie halten es für eine weiße Stute. Schlimmer noch: Die Hexe Mommy Fortuna fängt es ein und stellt es in ihrem schäbigen Wanderzirkus aus. Erst der etwas tollpatschige Zauberer Schmendrick befreit es, und gemeinsam ziehen die beiden weiter. Unterwegs stößt Molly Grue dazu, eine Frau, die ihr Leben lang auf ein Einhorn gewartet hat.

Am Hof von König Haggard wird es dann richtig dramatisch. Um das Einhorn vor dem Stier zu retten, verwandelt Schmendrick es in ein junges Mädchen, Lady Amalthea. In menschlicher Gestalt verliebt sie sich in Prinz Lir, Haggards Adoptivsohn, und vergisst nach und nach, wer sie eigentlich ist und warum sie gekommen ist. Mehr verraten wir nicht im Detail, nur so viel: Das Ende ist bittersüß und bleibt hängen.

Besetzung: Die Stimmen hinter den Figuren

Für einen Zeichentrickfilm ist die Originalbesetzung erstaunlich hochkarätig. Wer die englische Fassung schaut, hört echte Hollywood-Größen:

Besonders Christopher Lee ist eine Wucht. Sein Haggard ist kein Bösewicht zum Ausbuhen, sondern ein freudloser alter Mann, der nur noch beim Anblick der gefangenen Einhörner so etwas wie Glück empfindet. Das ist eine der traurigsten Schurkenfiguren, die ein Familienfilm je hatte. Angela Lansbury dagegen macht aus Mommy Fortuna eine herrlich garstige Hexe, die einem als Kind durchaus Albträume bescheren konnte.

Eckdaten zum Film auf einen Blick

Mit gut anderthalb Stunden hat der Film eine angenehme Länge für einen Familienabend. Die Wertung von 7,3 zeigt, dass er auch abseits der Nostalgiebrille gut ankommt.

Warum Das letzte Einhorn mehr ist als ein Kinderfilm

Der größte Trumpf des Films ist seine Stimmung. Hier gibt es keine Sidekicks, die alle zwei Minuten einen Witz reißen, und keine Moral mit dem Holzhammer. Stattdessen geht es um Vergänglichkeit, um Sehnsucht und um die Frage, was es heißt, sterblich zu sein. Als das Einhorn in einen menschlichen Körper gesteckt wird, spürt es zum ersten Mal Angst, Liebe und Bedauern. Für ein unsterbliches Wesen ist das ein Schock, und der Film nimmt sich Zeit, das zu zeigen.

Auch Molly Grue ist eine wunderbare Figur. Ihr wütender, verzweifelter Moment, als sie dem Einhorn endlich begegnet und ihm vorwirft, so spät gekommen zu sein, gehört zu den ehrlichsten Szenen des ganzen Films. Erwachsene sehen in solchen Momenten oft viel mehr als damals mit acht Jahren.

Optisch hat der Film einen ganz eigenen Look: weich, verträumt, mit Hintergründen, die wie Gemälde wirken. Gleichzeitig gibt es Szenen, die richtig gruselig sind, allen voran die Harpyie im Zirkus und der Rote Stier. Gerade diese Mischung aus Schönheit und Bedrohung macht den Reiz aus.

Ist Das letzte Einhorn für Kinder geeignet?

Die FSK hat den Film ab 6 Jahren freigegeben, und das passt im Großen und Ganzen. Trotzdem lohnt sich ein ehrlicher Blick: Die Harpyie, der Feuerstier und das trostlose Schloss von König Haggard können empfindliche Kinder erschrecken. Der Ton ist insgesamt eher melancholisch als fröhlich.

Unser Tipp: Schau ihn mit jüngeren Kindern gemeinsam und sprich danach darüber. Ab etwa acht, neun Jahren verstehen viele Kinder auch die traurigen Seiten der Geschichte und mögen den Film dann oft umso mehr. Und für Erwachsene, die ihn von früher kennen, ist ein Wiedersehen fast schon Pflicht.

Wo kann man Das letzte Einhorn streamen?

Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist Das letzte Einhorn aktuell in keinem Flatrate-Abo bei einem deutschen Streamingdienst gelistet. Wenn du ihn sehen willst, lohnt sich ein Blick auf die Leih- und Kaufangebote der gängigen Plattformen oder ins eigene DVD-Regal. Die Verfügbarkeit ändert sich regelmäßig, deshalb kann es sich lohnen, ab und zu nachzuschauen.

Für wen lohnt sich der Film?

Der Film ist ideal für dich, wenn du Fantasy magst, die sich nicht zu ernst nimmt und trotzdem Tiefgang hat. Wer mit verspielten, aber düsteren Märchen etwas anfangen kann, wird sich hier wohlfühlen. Auch Fans von Zeichentrick abseits der großen Studio-Formeln kommen auf ihre Kosten.

Weniger geeignet ist er, wenn du durchgehend gute Laune und schnelle Action erwartest. Das letzte Einhorn ist eher ein Film für einen ruhigen, verregneten Herbstabend mit Tee und Decke. Und ganz ehrlich: Genau dafür ist er perfekt.

Häufige Fragen

Wann ist Das letzte Einhorn erschienen?

Der Film stammt aus dem Jahr 1982. In Deutschland kam er am 21. Oktober 1983 in die Kinos.

Ab wie vielen Jahren ist Das letzte Einhorn freigegeben?

Die FSK hat den Film ab 6 Jahren freigegeben. Einige Szenen, etwa mit der Harpyie oder dem Roten Stier, können jüngere Kinder aber erschrecken.

Wer spricht das Einhorn in Das letzte Einhorn?

In der Originalfassung leiht Mia Farrow dem Einhorn und seiner menschlichen Gestalt Lady Amalthea ihre Stimme.

Wie lang ist Das letzte Einhorn?

Der Film läuft 92 Minuten, also gut anderthalb Stunden.

Läuft Das letzte Einhorn bei Netflix oder einem anderen Streamingdienst?

Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist der Film derzeit in keinem Flatrate-Abo in Deutschland gelistet.

Wer hat bei Das letzte Einhorn Regie geführt?

Regie führten Jules Bass und Arthur Rankin Jr.

Hast du Das letzte Einhorn schon einmal als Erwachsener gesehen?

Falls nicht, wird es höchste Zeit. Viele entdecken beim Wiedersehen eine ganz andere Geschichte als damals: weniger Abenteuer, mehr Wehmut, mehr Fragen über Liebe, Verlust und das Älterwerden. Das letzte Einhorn ist ein Film, der mit dir mitwächst. Such dir einen ruhigen Abend aus, lass dich auf das langsame Tempo ein und schau, ob der Zauber noch wirkt. Wir sind ziemlich sicher: Er tut es.

Datenquelle: The Movie Database (TMDB), Streaming-Angaben laut JustWatch, Stand 9.10.2026.