Der Hund von Baskerville (1959): Hammers Sherlock Holmes zwischen Krimi und Grusel
Der Hund von Baskerville ist der Sherlock-Holmes-Fall, den fast jeder kennt, und die Verfilmung von 1959 gehört zu seinen atmosphärischsten Versionen. Regisseur Terence Fisher macht aus dem Detektivroman einen echten Gruselfilm mit Nebel, Moor und einem Fluch, der über einer ganzen Familie liegt. Hier erfährst du, worum es geht, wer mitspielt und für wen sich der Klassiker heute noch lohnt.
Wenn du nach Der Hund von Baskerville suchst, landest du schnell bei einer ganzen Reihe von Verfilmungen. Die Version von 1959 sticht heraus, weil sie sich traut, Sir Arthur Conan Doyles Vorlage als Horrorfilm zu lesen. Statt gemütlicher Rätselstunde gibt es hier ein düsteres Herrenhaus, ein unheimliches Moor und eine Legende, die von Anfang an Gänsehaut erzeugen will. Unter der Regie von Terence Fisher entstand ein Film, der Mystery, Thriller und Horror verbindet, und das in knackigen 87 Minuten.
Das Beste daran ist die Besetzung: Peter Cushing spielt Sherlock Holmes, André Morell gibt Doktor Watson, und Christopher Lee übernimmt die Rolle des bedrohten Sir Henry Baskerville. Wer Cushing und Lee aus den klassischen britischen Gruselfilmen kennt, weiß, dass dieses Duo allein schon den Abend rettet. Ich finde: Unter den vielen Holmes-Adaptionen ist diese eine der unterhaltsamsten, gerade weil sie so herrlich schaurig ist.

Der Hund von Baskerville (1959)
Worum geht es in Der Hund von Baskerville?
Die Geschichte basiert auf dem berühmten Roman von Sir Arthur Conan Doyle. Sherlock Holmes und Doktor Watson werden auf seltsame Vorkommnisse rund um den Landsitz der Familie Baskerville aufmerksam gemacht. Der Legende nach treibt dort ein riesiger Höllenhund sein Unwesen, ein Fluch, der auf eine finstere Tat des Vorfahren Sir Hugo Baskerville zurückgehen soll.
Diesmal scheint es die Bestie auf Sir Henry abgesehen zu haben, den Erben des Anwesens. Holmes, der grundsätzlich an eine rationale Erklärung glaubt, muss herausfinden, ob hinter dem Spuk tatsächlich etwas Übernatürliches steckt oder ob jemand die alte Sage für eigene Zwecke nutzt. Das Spannende ist das Spiel mit genau dieser Frage: Der Film lässt dich lange zweifeln, wem du trauen kannst und was sich wirklich im Moor verbirgt.
Mehr will ich nicht verraten. Selbst wenn du das Buch kennst, lohnt sich die Verfilmung, weil sie Stimmung über alles stellt und manche Akzente anders setzt.
Besetzung und Rollen: Cushing, Morell und Lee
Die Besetzung ist das Herzstück dieses Films. Hier die wichtigsten Namen und ihre Rollen:
- Peter Cushing als Sherlock Holmes
- André Morell als Doktor Watson
- Christopher Lee als Sir Henry Baskerville
- Marla Landi als Cecile Stapleton
- David Oxley als Sir Hugo Baskerville
- Francis de Wolff als Dr. Richard Mortimer
- Miles Malleson als Bishop Frankland
- Ewen Solon als Stapleton
- John Le Mesurier als Barrymore
- Helen Goss als Mrs. Barrymore
Peter Cushing spielt Holmes scharf, nervös und manchmal regelrecht ungeduldig. Das ist kein behäbiger Pfeifenraucher, sondern ein Mann, der unter Strom steht. André Morell setzt als Watson einen schönen Kontrapunkt: Sein Watson ist kein tollpatschiger Sidekick, sondern ein ernstzunehmender, mutiger Partner. Und Christopher Lee in der Rolle des Opfers zu sehen, ist ein besonderer Reiz, weil man ihn sonst eher auf der anderen Seite des Grauens erwartet.
Eckdaten zum Film
- Deutscher Titel: Der Hund von Baskerville
- Originaltitel: The Hound of the Baskervilles
- Jahr: 1959
- Kinostart in Deutschland: 27. November 1959
- Regie: Terence Fisher
- Laufzeit: 87 Minuten
- FSK: ab 12 Jahren
- Genres: Mystery, Thriller, Horror
- Bewertung bei TMDB: 6,8 von 10
Mit unter anderthalb Stunden Laufzeit ist der Film angenehm kompakt. Er kommt schnell zur Sache und verliert sich nicht in Nebenhandlungen, was ihn ideal für einen spontanen Filmabend macht.
Warum diese Holmes-Verfilmung so gruselig wirkt
Viele Holmes-Filme setzen auf Deduktion und trockenen Witz. Terence Fisher dagegen inszeniert den Fall als Schauergeschichte. Schon der Einstieg in die Legende um Sir Hugo Baskerville gibt die Richtung vor: Hier geht es um Schuld, Grausamkeit und einen Fluch, der Generationen überdauert.
Dazu kommt die Kulisse. Das Moor wirkt feindselig, das Herrenhaus kalt und voller Geheimnisse, und die Dienerschaft um Barrymore und Mrs. Barrymore trägt ihren Teil zur bedrückenden Stimmung bei. Für heutige Sehgewohnheiten ist das natürlich kein Schocker mehr, aber die Atmosphäre funktioniert erstaunlich gut. Mir gefällt besonders, dass der Film seine Grusel-Elemente ernst nimmt und trotzdem nie vergisst, dass am Ende ein Detektiv einen Fall lösen muss.
Wo kannst du Der Hund von Baskerville streamen?
Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist Der Hund von Baskerville von 1959 aktuell in keinem Flatrate-Abo in Deutschland gelistet. Du findest den Film also derzeit nicht bei den gängigen Streaming-Abos ohne Aufpreis.
Es lohnt sich, die Verfügbarkeit gelegentlich erneut zu prüfen, denn ältere Klassiker tauchen immer wieder in Streaming-Katalogen auf oder laufen im Fernsehprogramm. Auch ein Blick nach einer Kauf- oder Leihoption bei digitalen Videotheken oder nach einer Disc-Veröffentlichung kann sich lohnen.
Für wen lohnt sich der Film?
Dieser Film ist ein Volltreffer für dich, wenn du:
- klassische Detektivgeschichten mit düsterer Atmosphäre magst
- Peter Cushing und Christopher Lee schätzt oder kennenlernen möchtest
- Grusel lieber auf die altmodische Art erlebst: mit Nebel, Andeutungen und Spannung statt Effektgewitter
- dich für die vielen Verfilmungen des Conan-Doyle-Stoffs interessierst und eine besonders stimmungsvolle Version suchst
Weniger geeignet ist er, wenn du modernes Tempo und aufwendige Effekte erwartest. Der Film ist ein Kind seiner Zeit, und manche Szene wirkt heute charmant statt furchteinflößend. Genau darin liegt für mich aber der Reiz. Mit FSK 12 eignet er sich auch für einen gemeinsamen Gruselabend mit älteren Kindern und Jugendlichen.
Ähnliche Titel für deinen nächsten Filmabend
Wenn dir die Mischung aus Krimi und Grusel gefällt, lohnt sich ein Blick auf die weiteren britischen Horrorklassiker, in denen Peter Cushing und Christopher Lee gemeinsam vor der Kamera standen. Ein naheliegendes Beispiel ist Dracula von 1958, ebenfalls unter der Regie von Terence Fisher, mit Cushing als Van Helsing und Lee als Graf.
Außerdem bietet sich ein Vergleich mit anderen Verfilmungen von Der Hund von Baskerville an. Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich Regisseure denselben Stoff interpretieren: mal als reines Rätsel, mal als Abenteuer, und wie hier als handfeste Gruselgeschichte.
Häufige Fragen
Wer spielt Sherlock Holmes in Der Hund von Baskerville von 1959?
Sherlock Holmes wird von Peter Cushing gespielt. An seiner Seite übernimmt André Morell die Rolle von Doktor Watson.
Welche Rolle spielt Christopher Lee in Der Hund von Baskerville?
Christopher Lee spielt Sir Henry Baskerville, den Erben des Anwesens, auf den es der legendäre Höllenhund diesmal abgesehen zu haben scheint.
Ab wie viel Jahren ist Der Hund von Baskerville freigegeben?
Der Film von 1959 ist ab 12 Jahren freigegeben (FSK 12).
Wie lang ist Der Hund von Baskerville von 1959?
Die Laufzeit beträgt 87 Minuten.
Wo kann man Der Hund von Baskerville streamen?
Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist der Film aktuell in keinem Flatrate-Abo in Deutschland verfügbar.
Wer hat Der Hund von Baskerville von 1959 gedreht?
Regie führte Terence Fisher. Der Film basiert auf dem Roman von Sir Arthur Conan Doyle und kam am 27. November 1959 in die deutschen Kinos.
Ist Der Hund von Baskerville von 1959 heute noch sehenswert?
Ja, und zwar gerade wegen seiner Eigenheiten. Der Film verbindet einen der bekanntesten Holmes-Fälle mit echter Gruselstimmung und lebt von einer Besetzung, die Fans britischer Klassiker sofort aufhorchen lässt. Peter Cushing als getriebener Holmes, André Morell als verlässlicher Watson und Christopher Lee als bedrohter Erbe: Das ist ein Trio, das auch Jahrzehnte später Spaß macht.
Mein Tipp: Licht dimmen, eine Decke bereitlegen und dich auf 87 Minuten Moor, Nebel und Fluch einlassen. Wenn du klassische Krimis magst, aber gern ein bisschen Gänsehaut dazu hättest, ist Der Hund von Baskerville von 1959 genau dein Film.
