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Ratgeber · Aktualisiert: 9.10.2026 · Quelle: TMDB

Der Name der Rose: Sean Connery ermittelt im Mörderkloster

Der Name der Rose ist einer dieser Filme, die man nach dem ersten Sehen nie wieder ganz loswird: dunkle Klostergänge, flackernde Kerzen, ein Labyrinth aus Büchern und mittendrin Sean Connery als scharfsinniger Mönch. Jean-Jacques Annaud hat 1986 einen Mittelalter-Krimi gedreht, der bis heute nach Kälte, Pergament und Angst riecht. Hier erfährst du, worum es geht, wer mitspielt und wo du den Film aktuell streamen kannst.

Wenn du bei Mittelalterfilmen sofort an Schwertkämpfe und Schlachtengetümmel denkst, wird dich Der Name der Rose angenehm überraschen. Hier wird kaum gekämpft, dafür umso mehr gedacht, beobachtet und kombiniert. Der Film, der auf dem berühmten Roman von Umberto Eco basiert, verlegt einen klassischen Detektivfall in eine abgelegene Benediktinerabtei des Jahres 1327. Statt Lupe und Pfeife gibt es Kutte und Brille, statt Großstadtnebel einen eisigen Wind über dem Apennin.

Das Ergebnis ist ein Mix aus Drama, Thriller und Mystery, der sich bis heute frisch anfühlt. Gerade weil er so konsequent auf Atmosphäre setzt, wirkt er weniger gealtert als viele andere Filme seiner Zeit. Ich verrate dir, warum sich ein Abend mit William von Baskerville und seinem Schüler Adson lohnt.

Der Name der Rose Poster

Der Name der Rose (1986)

Jean-Jacques Annaud · Sean Connery (William of Baskerville), Christian Slater (Adso of Melk), F. Murray Abraham (Bernardo Gui), Elya Baskin (Severinus), Fjodor Fjodorowitsch Schaljapin (Jorge de Burgos), William Hickey (Ubertino da Casale), M · 126 Min. · TMDB 7,5/10 · Streaming: Magenta TV+, Made in Europe Amazon Channel, HBO Max, HBO Max Amazon Channel

Worum geht es in Der Name der Rose?

Anno Domini 1327: Der englische Franziskanermönch William von Baskerville reist mit seinem jungen Schüler Adson im Auftrag des Kaisers zu einer reichen Benediktinerabtei im Apennin. Dort soll er bei einem heiklen Treffen vermitteln, und zwar zwischen den der Ketzerei verdächtigten Minoriten und den Gesandten des Papstes. Schon das klingt nach einem politischen Pulverfass.

Doch kaum angekommen, wird der Aufenthalt zum Alptraum. Eine grauenvolle Mordserie erschüttert das Kloster, ein Mönch nach dem anderen kommt ums Leben. William, ein Mann der Vernunft und der genauen Beobachtung, macht sich mit detektivischem Spürsinn auf die Suche nach dem Täter. Nicht jeder in den Klostermauern ist von seinen Nachforschungen begeistert. Als schließlich die päpstliche Abordnung eintrifft, gerät William selbst ins Visier: Plötzlich steht er unter dem Verdacht der Ketzerei und des Mordes.

Was den Film so packend macht, ist die Spannung zwischen Glaube und Wissen. William will Spuren lesen, die anderen sehen überall den Teufel am Werk. Dieser Konflikt trägt die Geschichte weit über einen reinen Whodunit hinaus.

Besetzung und Rollen: Sean Connery und ein Ensemble voller Gesichter

Die Besetzung ist ein echtes Fest, gerade weil Annaud auf markante, oft unvergessliche Gesichter gesetzt hat. Hier die wichtigsten Rollen:

Sean Connery spielt den William mit einer Mischung aus Witz, Wärme und messerscharfem Verstand. Man nimmt ihm jede Schlussfolgerung ab, und man spürt, wie viel Spaß er an dieser Figur hat. Christian Slater ist als junger Adson die Identifikationsfigur: staunend, verunsichert, manchmal überfordert. Durch seine Augen erleben wir die Abtei.

Mein persönliches Highlight ist F. Murray Abraham als Bernardo Gui. Wenn er auftritt, sinkt die Raumtemperatur spürbar. Und Ron Perlman als Salvatore ist so wild und eigenartig, dass man ihn nach dem Abspann nicht mehr vergisst. Auch Helmut Qualtinger als Remigio sorgt dafür, dass deutschsprachige Zuschauer ein vertrautes Gesicht in dieser fremden Welt entdecken.

Regie, Laufzeit und Stimmung des Films

Regie führte Jean-Jacques Annaud. Der Film stammt aus dem Jahr 1986, in den deutschen Kinos lief er ab dem 16. Oktober 1986. Mit einer Laufzeit von 126 Minuten nimmt er sich Zeit, ohne sich zu ziehen. Die FSK hat ihn ab 16 Jahren freigegeben, und das völlig zu Recht: Einige Szenen sind düster, roh und körperlich unangenehm.

Die Stimmung ist das große Pfund des Films. Alles wirkt schmutzig, kalt und echt. Hier glänzt nichts, hier ist das Mittelalter kein romantisches Postkartenmotiv, sondern eine Welt aus Hunger, Aberglaube und Macht. Die Bibliothek, um die sich vieles dreht, ist ein verwinkeltes Labyrinth, das sich wie ein eigener Charakter anfühlt. Wer gern in Filmwelten versinkt, kommt hier voll auf seine Kosten.

Der Name der Rose streamen: Wo läuft der Film?

Gute Nachricht für alle, die jetzt Lust bekommen haben: Der Name der Rose ist laut JustWatch (Stand 9. Oktober 2026) bei mehreren Anbietern im Abo verfügbar:

Wenn du bereits Amazon Prime nutzt, kannst du über die beiden Channels gehen, ohne einen weiteren Dienst separat einrichten zu müssen. Wer HBO Max direkt abonniert hat oder Magenta TV+ nutzt, findet den Film dort ebenfalls. Streaming-Kataloge ändern sich regelmäßig, also schau vor dem Filmabend am besten kurz nach, ob der Titel noch im Angebot ist.

Für wen lohnt sich der Klosterkrimi?

Ganz klar für alle, die Krimis lieben, bei denen der Kopf mehr zählt als die Faust. William von Baskerville ist im Grunde ein Detektiv in Mönchskutte, und schon sein Name zwinkert Krimifans zu. Wer Sherlock Holmes mag, wird hier ständig schmunzeln.

Außerdem ist der Film ideal für dich, wenn du:

Weniger geeignet ist er, wenn du schnelle Schnitte und Action im Minutentakt erwartest. Der Film baut seine Spannung langsam auf, und genau das ist seine Stärke. Für jüngere Zuschauer ist er wegen der FSK 16 und einiger verstörender Bilder nichts.

Warum der Film heute noch funktioniert

Viele Filme der Achtziger wirken heute wie Zeitkapseln, mit Frisuren und Synthesizern, über die man lächelt. Der Name der Rose hat dieses Problem kaum, weil er in einer Epoche spielt, die ohnehin fern ist. Die Bilder sind zeitlos, die Themen sowieso: Wer darf wissen, was? Wer kontrolliert, was gelesen wird? Und wie gefährlich ist ein Mensch, der Fragen stellt?

Mit einer TMDB-Wertung von 7,5 steht der Film auch bei heutigen Zuschauern gut da. Ich finde, er verdient sogar noch mehr Liebe. Er ist klug, ohne belehrend zu sein, und unheimlich, ohne billige Schockeffekte zu brauchen. Und er hat eine der schönsten Lehrer und Schüler Beziehungen, die das Kino zu bieten hat.

Tipps für deinen Filmabend

Ein kleiner Rat aus eigener Erfahrung: Schau den Film abends, mit gedimmtem Licht, und leg das Handy weg. Viele Hinweise stecken in Blicken, Nebensätzen und Details im Hintergrund. Wer nebenbei scrollt, verpasst die Hälfte des Rätsels. Wenn dich der Film packt, lohnt sich danach ein Blick in die Romanvorlage von Umberto Eco, die noch tiefer in die Gedankenwelt der Abtei eintaucht und dir neue Ebenen zeigt.

Häufige Fragen

Wo kann man Der Name der Rose streamen?

Laut JustWatch (Stand 9. Oktober 2026) ist der Film bei Magenta TV+, im Made in Europe Amazon Channel, bei HBO Max und im HBO Max Amazon Channel verfügbar.

Wer spielt in Der Name der Rose mit?

Sean Connery spielt William von Baskerville, Christian Slater seinen Schüler Adson von Melk. Dazu kommen unter anderem F. Murray Abraham als Bernardo Gui, Ron Perlman als Salvatore, Michael Lonsdale als Abt und Helmut Qualtinger als Remigio da Varagine.

Ab wie viel Jahren ist Der Name der Rose freigegeben?

Der Film hat eine FSK Freigabe ab 16 Jahren.

Wie lang ist Der Name der Rose?

Der Film läuft 126 Minuten.

Wer hat bei Der Name der Rose Regie geführt?

Regie führte Jean-Jacques Annaud. Der Film erschien 1986 und startete am 16. Oktober 1986 in den deutschen Kinos.

In welchem Jahr spielt Der Name der Rose?

Die Handlung spielt im Jahr 1327 in einer Benediktinerabtei im Apennin.

Bist du bereit für einen Abend in der unheimlichsten Abtei der Filmgeschichte?

Wenn du Lust auf einen Film hast, der dich mit Verstand statt mit Effekten fesselt, dann ist Der Name der Rose genau das Richtige. Sean Connery in einer seiner charmantesten Rollen, ein Ensemble voller unvergesslicher Gesichter und eine Atmosphäre, die dir unter die Haut kriecht: Mehr braucht ein guter Herbstabend nicht. Schnapp dir eine Decke, mach es dir gemütlich und versuch, dem Täter vor William auf die Spur zu kommen. Viel Glück, du wirst es brauchen.

Datenquelle: The Movie Database (TMDB), Streaming-Angaben laut JustWatch, Stand 9.10.2026.