Kinoster
DE ▾

Ratgeber · Aktualisiert: 9.10.2026 · Quelle: TMDB

Die Mumins: Der gemütliche Anime-Klassiker aus dem Mumintal

Die Mumins sind für viele der Inbegriff einer gemütlichen Kindheit vor dem Fernseher, und die japanische Zeichentrickserie von 1990 ist der Grund dafür. Hier erfährst du, worum es geht, welche Figuren dich im Mumintal erwarten und wie die 104 Folgen aufgeteilt sind.

Es gibt Serien, die man sich nicht einfach anschaut, sondern in die man sich hineinkuschelt. Die Mumins gehören für mich ganz klar dazu. Die Zeichentrickserie, im Original 楽しいムーミン一家, lief ab 1990 im japanischen Fernsehen bei TV Tokyo und erzählt die Abenteuer der nilpferdartigen Trollfamilie, die sich die finnlandschwedische Schriftstellerin Tove Jansson ausgedacht hat.

Wer die Mumins nur als niedliche Plüschfiguren auf Tassen kennt, wird überrascht sein: Hinter der weichen Optik steckt eine Serie mit viel Humor, leiser Melancholie und einer erstaunlichen Ruhe, die man im heutigen Kinderprogramm lange suchen muss. Ich nehme dich mit ins Mumintal und erkläre dir, was diese Serie so besonders macht.

Die Mumins Poster

Die Mumins (1990)

Minami Takayama (Moomintroll (voice)), Rei Sakuma (Little My (voice)), Ryusei Nakao (Sniff (voice)), Takehito Koyasu (Snufkin (voice)), Mika Kanai (Snorkmaiden (voice)), Akio Otsuka (Moominpappa (voice)), Ikuko Tani (Moo · 2 Staffeln, 104 Folgen · TMDB 8,6/10 · Streaming: derzeit in keinem Abo

  • Staffel 1: 78 Folgen (ab 12.4.1990)
  • Staffel 2: 26 Folgen (ab 10.10.1991)

Worum geht es bei Die Mumins?

Die Mumins leben im idyllischen Mumintal, irgendwo in Finnland. Sie sind Trolle, wobei man unter Trollen in dieser Welt sowohl winzig kleine als auch riesengroße Fabelwesen verstehen kann. Die Mumins selbst und ihre Verwandten, die Snorks, sind etwa 50 Zentimeter groß, haben einen kurzen Pelz und einen buschigen Schwanz. Außerdem sind sie hervorragende Schwimmer und Taucher und können geschickt mit Booten umgehen, was im Laufe der Serie immer wieder für Abenteuer auf dem Wasser sorgt.

Im Mittelpunkt steht der junge Mumintroll, der zusammen mit seiner Familie und seinen Freunden das Tal und die Umgebung erkundet. Mal geht es um rätselhafte Fundstücke, mal um Besuch von seltsamen Gestalten, mal einfach um einen Tag, an dem nichts so läuft wie geplant. Die Geschichten sind meist in sich abgeschlossen, sodass du jederzeit einsteigen kannst.

Was mich an der Serie immer wieder fasziniert: Sie nimmt sich Zeit. Konflikte werden selten mit Krach gelöst, sondern mit Neugier, Freundschaft und einer großen Portion Gelassenheit. Gleichzeitig blitzt hin und wieder eine überraschend nachdenkliche Seite durch, die man aus Tove Janssons Büchern kennt.

Die Vorlage: Tove Janssons Mumin-Welt

Bevor die Mumins zu Zeichentrickstars wurden, gab es sie in Büchern, Bilderbüchern und Comics. Diese ursprünglichen Geschichten wurden vielfach adaptiert, etwa als Zeichentrickserien, als Puppenspiel und als Hörspiele. Die Bücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt und haben Tove Jansson einen festen Platz unter den bekanntesten skandinavischen Schriftstellerinnen gesichert.

Die Serie von 1990 lebt spürbar von dieser Vorlage. Die liebenswerten, oft auch etwas eigenwilligen Charaktere sind der Kern des Ganzen. Keine Figur ist einfach nur nett, jede hat ihre Macken, und genau das macht sie so sympathisch. Wenn du die Bücher kennst, wirst du viele Stimmungen wiederfinden. Wenn nicht, ist die Serie ein wunderbarer Einstieg in diese Welt.

Figuren und Sprecher im Original

Die Serie stammt aus Japan, entsprechend sind die Originalstimmen japanisch. Diese Sprecherinnen und Sprecher geben den Bewohnern des Mumintals ihre Stimme:

Mein persönlicher Liebling ist Kleine My. Sie sagt, was alle denken, und bringt mit ihrer Respektlosigkeit genau die Würze rein, die die Serie vor zu viel Süße bewahrt. Schnupferich dagegen ist die Figur, an die man sich als Erwachsener erinnert: dieser stille Freiheitsdrang, das Weiterziehen im Herbst, das hat etwas sehr Berührendes.

Staffeln und Folgen: So ist die Serie aufgebaut

Die Mumins umfassen insgesamt 2 Staffeln mit 104 Folgen. Die Serie ist abgeschlossen, du musst also nicht auf eine Fortsetzung warten.

Die letzte Folge lief am 26. März 1992. Der Löwenanteil steckt also in der ersten Staffel, die zweite ist deutlich kürzer. Da die meisten Folgen für sich allein stehen, kannst du die Serie auch gut häppchenweise schauen, etwa als Gutenachtgeschichte oder am Sonntagmorgen zum Frühstück.

Bei der Datenbank TMDB kommt die Serie übrigens auf eine Bewertung von 8,6. Das ist für eine Kinderserie ein starker Wert und zeigt, wie viele Fans ihr bis heute treu sind.

Wo kann ich Die Mumins streamen?

Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist Die Mumins aktuell in keinem Flatrate-Abo in Deutschland gelistet. Du findest die Serie also derzeit bei keinem der großen Streamingdienste im Abo-Paket.

Mein Tipp: Schau gelegentlich bei JustWatch vorbei, denn Lizenzen wechseln regelmäßig. Ältere Zeichentrickserien tauchen immer wieder bei Streamingdiensten oder in den Mediatheken auf. Wer eine Sammlung zu Hause haben möchte, sucht am besten nach physischen Veröffentlichungen.

Für wen lohnen sich die Mumins?

Ganz klar: für Familien. Die Serie ist kindgerecht, gewaltfrei und trotzdem nie langweilig oder belehrend. Kleinere Kinder freuen sich über die runden Figuren und die Abenteuer, Größere entdecken den Witz in den Dialogen und die Eigenheiten der Charaktere.

Aber auch du als Erwachsener kannst hier viel Freude haben, vor allem wenn du:

Wer dagegen schnelle Schnitte, große Actionszenen und durchgehende Handlungsbögen erwartet, wird hier eher nicht glücklich. Die Mumins sind Slow TV im besten Sinne.

Warum die Serie bis heute funktioniert

Ich glaube, das Geheimnis der Mumins ist ihre Haltung. Im Mumintal ist jeder willkommen, egal wie seltsam er ist. Gäste werden aufgenommen, Fehler verziehen, und die Muminmama hat für jede Katastrophe eine Tasse Tee oder ein tröstendes Wort parat. Diese Wärme spürt man in fast jeder Folge.

Dazu kommt die Mischung aus Komödie und Fantasy. Mal wird es märchenhaft, mal ein bisschen gruselig, mal einfach albern. Die Serie traut ihrem jungen Publikum zu, auch leise und nachdenkliche Momente auszuhalten. Genau deshalb wirkt sie heute nicht angestaubt, sondern angenehm zeitlos.

Häufige Fragen

Wie viele Folgen hat Die Mumins?

Die Zeichentrickserie Die Mumins hat insgesamt 104 Folgen, verteilt auf 2 Staffeln. Staffel 1 umfasst 78 Folgen, Staffel 2 hat 26 Folgen.

Aus welchem Jahr ist die Serie Die Mumins?

Die Serie startete am 12. April 1990 bei TV Tokyo in Japan. Die letzte Folge lief am 26. März 1992.

Wird Die Mumins fortgesetzt?

Nein, die Serie ist abgeschlossen. Nach zwei Staffeln und 104 Folgen endete sie 1992.

Wo kann man Die Mumins streamen?

Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist die Serie aktuell in keinem Flatrate-Abo in Deutschland gelistet.

Wer hat die Mumins erfunden?

Die Mumins stammen von der finnlandschwedischen Schriftstellerin Tove Jansson, die sie in Büchern, Bilderbüchern und Comics erschaffen hat.

Ist Die Mumins für kleine Kinder geeignet?

Ja, die Serie ist als Familien- und Kinderserie angelegt, ruhig erzählt und ohne Gewalt. Sie eignet sich gut zum gemeinsamen Schauen.

Wann schaust du wieder im Mumintal vorbei?

Ob als Nostalgietrip, als liebevolle Familienserie oder als kleine Auszeit vom Alltag: Die Mumins sind auch Jahrzehnte nach ihrer Erstausstrahlung ein echter Schatz. Mit 104 Folgen hast du reichlich Stoff für viele gemütliche Abende. Behalte die Streamingangebote im Blick, und wenn die Serie wieder irgendwo auftaucht, mach dir einen Tee, kuschel dich ein und lass dich von Mumintroll, Kleine My und Schnupferich daran erinnern, wie schön langsames Fernsehen sein kann.

Datenquelle: The Movie Database (TMDB), Streaming-Angaben laut JustWatch, Stand 9.10.2026.