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Ratgeber · Aktualisiert: 9.10.2026 · Quelle: TMDB

Die Zeitmaschine mit Guy Pearce: 800.000 Jahre in die Zukunft und zurück ins Herz

Die Zeitmaschine von 2002, im Original The Time Machine, schickt Guy Pearce als besessenen Erfinder 800.000 Jahre in eine Zukunft, in der die Menschheit in Jäger und Gejagte zerfallen ist. Der Film von Simon Wells ist bildgewaltiges Abenteuerkino mit einer überraschend traurigen Seele. Hier erfährst du, was dich erwartet und ob sich der Abend lohnt.

Wenn du nach Die Zeitmaschine suchst, landest du schnell bei diesem Film: The Time Machine aus dem Jahr 2002, in Deutschland am 21. März 2002 in den Kinos gestartet. Regie führte Simon Wells, und die Vorlage kennst du vermutlich zumindest vom Namen: den Klassiker von H. G. Wells, einem der Urväter der Science Fiction. Der Film nimmt sich die Grundidee des Romans und baut daraus ein kompaktes Abenteuer von 96 Minuten, das mehr auf Gefühl und Spektakel setzt als auf trockene Gesellschaftskritik.

Ich mag diesen Film, gerade weil er nicht perfekt ist. Er hat eine wunderschöne erste Hälfte, ein paar echte Gänsehautbilder und einen Jeremy Irons, der in wenigen Minuten mehr Eindruck hinterlässt als manche Schurken in ganzen Trilogien. Dass die zweite Hälfte deutlich mehr Action als Tiefgang bietet, gehört zur Wahrheit dazu. Schauen wir uns das genauer an.

The Time Machine Poster

The Time Machine (2002)

Simon Wells · Guy Pearce (Alexander Hartdegen), Samantha Mumba (Mara), Jeremy Irons (Über-Morlock), Omero Mumba (Kalen), Sienna Guillory (Emma), Orlando Jones (Vox), Mark Addy (David Filby), Phyllida Law (Mrs. Watchett), Laura Kirk (F · 96 Min. · TMDB 6,4/10 · Streaming: derzeit in keinem Abo

Worum geht es in Die Zeitmaschine?

Alexander Hartdegen ist Wissenschaftler und Erfinder, ein Mann voller Ehrgeiz, der beweisen will, dass Zeitreisen möglich sind. Zunächst ist das für ihn ein intellektuelles Spiel, eine Frage der Ehre unter Gelehrten. Dann trifft ihn ein persönlicher Schicksalsschlag, und aus dem Ehrgeiz wird Verzweiflung. Er will zurück in die Vergangenheit, um dem Lauf der Dinge eine andere Wendung zu geben.

Genau dieser Antrieb macht die Geschichte so stark. Hartdegen baut seine Maschine nicht aus Neugier fertig, sondern aus Schmerz. Als er sie schließlich ausprobiert, läuft allerdings nichts nach Plan: Er wird 800.000 Jahre in die Zukunft geschleudert. Dort erwartet ihn eine Welt, in der die Menschheit sich in zwei Lager gespalten hat, die Jäger und die Gejagten. Aus dem Grübler im Labor wird plötzlich ein Mann, der um sein Leben und das anderer kämpfen muss.

Ohne zu viel zu verraten: Die Frage, ob man die Vergangenheit überhaupt ändern kann, zieht sich als roter Faden durch den ganzen Film. Und sie wird hier ernster genommen, als man es bei einem Abenteuerfilm erwarten würde.

Besetzung und Rollen

Die Besetzung ist kleiner, als man bei einem Film dieser Größe denkt, aber sie trägt:

Guy Pearce spielt den Wissenschaftler mit einer Mischung aus Zerstreutheit und tiefer Trauer, die dem Film viel Herz gibt. Mark Addy bringt als Freund Filby Wärme in die frühen Szenen. Orlando Jones sorgt als Vox für einige der charmantesten Momente überhaupt; seine Figur ist eine kleine Überraschung, die ich dir nicht vorwegnehmen will. Und Jeremy Irons? Der hat als Über-Morlock vergleichsweise wenig Leinwandzeit, nutzt sie aber mit einer kalten, fast höflichen Bedrohlichkeit, die hängen bleibt.

Was den Film sehenswert macht

Der größte Trumpf von Die Zeitmaschine ist die erste Zeitreise selbst. Wenn Hartdegen losfährt und die Welt um ihn herum sich im Zeitraffer verändert, ist das genau das Kinostaunen, das man sich von so einem Stoff wünscht. Diese Sequenzen haben etwas Poetisches, fast Meditatives.

Dazu kommt die emotionale Grundierung. Viele Zeitreisefilme interessieren sich vor allem für Paradoxa und Logikrätsel. Dieser hier fragt eher: Was macht Verlust mit einem Menschen, und kann er lernen, ihn anzunehmen? Das gibt der Geschichte eine Melancholie, die man im Gedächtnis behält.

Schwächer wird es, sobald die Zukunft erreicht ist und der Film in den Actionmodus schaltet. Die Jagdszenen sind solide, aber konventioneller als der Anfang. Die TMDB-Wertung von 6,4 trifft es ziemlich gut: ein guter, unterhaltsamer Film mit einigen großartigen Momenten, kein Meisterwerk.

Die Vorlage und der Name Wells

Die Geschichte basiert auf dem berühmten Roman von H. G. Wells, der die Idee einer Maschine zum Reisen durch die Zeit populär gemacht hat. Ein netter Nebenaspekt: Regisseur Simon Wells ist ein Urenkel des Autors. Hier verfilmt also ein Familienmitglied den wohl bekanntesten Stoff seines Vorfahren.

Wer das Buch kennt, wird merken, dass der Film eigene Wege geht. Die persönliche Motivation des Erfinders ist eine Erweiterung, die dem Kinopublikum einen emotionalen Einstieg bietet. Die Grundidee bleibt aber erkennbar: eine ferne Zukunft, in der die Menschheit sich auseinanderentwickelt hat, und ein Zeitreisender, der verstehen muss, wie es dazu kam.

Wo kann ich Die Zeitmaschine streamen?

Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist The Time Machine aktuell in keinem Flatrate-Abo in Deutschland gelistet. Du findest den Film also derzeit bei keinem der großen Streamingdienste im regulären Abo.

Es lohnt sich trotzdem, ab und zu nachzuschauen, denn Streamingkataloge ändern sich regelmäßig. Ein Blick auf JustWatch zeigt dir schnell, ob sich etwas getan hat oder ob der Film zum Kaufen oder Leihen angeboten wird.

Für wen eignet sich der Film?

Der Film hat eine Freigabe ab 12 Jahren, und das passt: Die Morlocks können für jüngere Kinder durchaus gruselig sein, für Teenager ist das aber gut verkraftbar. Damit taugt er gut als Familienfilm mit älteren Kindern.

Ähnliche Stimmung gesucht?

Wenn dir die Mischung aus Zeitreise, Melancholie und Abenteuer gefällt, lohnt sich ein Blick auf andere Verfilmungen klassischer Science Fiction. Auch die ältere Kinofassung desselben Stoffs aus dem Jahr 1960 ist für Fans interessant, um zu vergleichen, wie unterschiedlich man H. G. Wells auf die Leinwand bringen kann. Und wer Guy Pearce in einer weiteren Rolle sehen will, in der Erinnerung und Verlust eine große Rolle spielen, wird in seiner Filmografie schnell fündig.

Häufige Fragen

Wer spielt die Hauptrolle in Die Zeitmaschine von 2002?

Guy Pearce spielt den Wissenschaftler und Erfinder Alexander Hartdegen.

Wer hat bei The Time Machine Regie geführt?

Regie führte Simon Wells, ein Urenkel des Romanautors H. G. Wells.

Wie lang ist der Film?

Die Zeitmaschine dauert 96 Minuten.

Ab wie viel Jahren ist der Film freigegeben?

Der Film ist FSK 12, also ab 12 Jahren freigegeben.

Wie weit reist Hartdegen in die Zukunft?

Er wird 800.000 Jahre in die Zukunft geschleudert, wo die Menschheit in Jäger und Gejagte gespalten ist.

Wer spielt den Über-Morlock?

Jeremy Irons übernimmt die Rolle des Über-Morlock.

Lohnt sich Die Zeitmaschine heute noch?

Ich finde: ja, mit den richtigen Erwartungen. Die Zeitmaschine ist kein Film, der dein Weltbild umkrempelt, aber einer, der dich an einem gemütlichen Abend gut unterhält und mit ein paar wirklich schönen Bildern belohnt. Die erste Zeitreise allein ist das Einschalten wert, und Guy Pearce gibt der Geschichte eine Traurigkeit, die man selten in Abenteuerfilmen findet. Wenn du also Lust auf klassische Science Fiction mit einem Schuss Gefühl hast, gib Alexander Hartdegen und seiner Maschine eine Chance.

Datenquelle: The Movie Database (TMDB), Streaming-Angaben laut JustWatch, Stand 9.10.2026.