Einladung zum Mord: Warum Eine Leiche zum Dessert der witzigste Krimi-Spaß der 70er ist
Eine Einladung zum Mord, ein verschwundener Gastgeber und fünf Meisterdetektive, die sich gegenseitig auf die Füße treten: Genau das ist Eine Leiche zum Dessert aus dem Jahr 1976. Robert Moores Krimikomödie nimmt das klassische Whodunit auseinander und hat dabei eine Besetzung, die man heute kaum noch für möglich hält. Hier erfährst du, worum es geht, wer wen spielt und für wen sich der Film lohnt.
Wer bei der Suche nach einer Einladung zum Mord landet, meint ziemlich sicher diesen Film: Eine Leiche zum Dessert, im Original Murder by Death. Die Grundidee ist so simpel wie genial. Ein exzentrischer Millionär lädt die berühmtesten Detektive der Welt zum Dinner ein und kündigt an, dass um Mitternacht ein Mord geschieht. Wer ihn löst, bekommt eine Million Dollar. Was danach passiert, ist eine der charmantesten Krimiparodien, die das Kino zu bieten hat.
Ich mag diesen Film, weil er seine Vorbilder liebt und sie trotzdem gnadenlos aufs Korn nimmt. Du musst kein Krimi-Nerd sein, um mitzulachen. Wenn du aber Agatha Christie gelesen oder alte Detektivfilme gesehen hast, entdeckst du in fast jeder Szene einen kleinen Seitenhieb.

Eine Leiche zum Dessert (1976)
Worum geht es in der Einladung zum Mord?
Auf dem abgelegenen Anwesen von Lionel Twain treffen fünf Verbrecherjäger ein: Sidney Wang aus China, Dick Charleston aus New York, Milo Perrier aus Belgien, Jessica Marbles aus England und Sam Diamond aus San Francisco. Alle bringen ihre Begleitungen mit, alle sind neugierig, und alle halten sich für den Klügsten im Raum.
Empfangen werden sie allerdings nur von einem blinden Butler und einer taubstummen Köchin. Vom Gastgeber keine Spur. Erst beim Essen taucht Twain plötzlich am Tisch auf und erklärt den verdutzten Gästen, warum er sie eingeladen hat: Um Punkt Mitternacht wird jemand ermordet. Wer das Verbrechen aufklärt, kassiert eine Million Dollar. Dann verschwindet der Millionär wieder, als hätte es ihn nie gegeben.
Das Rätsel wird schnell noch verzwickter, denn die erste Leiche liegt schon lange vor Mitternacht da. Ab diesem Moment jagt ein Twist den nächsten, und die Detektive überbieten sich mit immer abenteuerlicheren Theorien. Mehr verrate ich nicht, denn der Spaß lebt vom Überraschungsmoment.
Besetzung und Rollen: ein Klassentreffen der Legenden
Die Besetzungsliste liest sich wie ein Who is Who der Filmgeschichte. Allein dafür lohnt sich ein Blick:
- Truman Capote als Gastgeber Lionel Twain
- Alec Guinness als blinder Butler Jamesir Bensonmum
- Peter Sellers als Sidney Wang
- David Niven als Dick Charleston
- Maggie Smith als Dora Charleston
- James Coco als Milo Perrier
- Peter Falk als Sam Diamond
- Eileen Brennan als Tess Skeffington
- Elsa Lanchester als Jessica Marbles
- Estelle Winwood als Nurse Withers
Meine Favoriten sind ganz klar Alec Guinness, dessen Butler-Szenen mit der Köchin zu den komischsten Momenten des Films gehören, und das elegante Ehepaar Niven und Smith, das jede Szene mit britischer Gelassenheit veredelt. Peter Falk spielt seinen hartgesottenen Privatdetektiv mit sichtlicher Lust an der Übertreibung. Dass ausgerechnet Schriftsteller Truman Capote den geheimnisvollen Gastgeber gibt, ist ein kleiner Coup für sich.
Welche Detektive werden hier parodiert?
Der eigentliche Gag des Films steckt in seinen Figuren. Jeder Gast ist eine liebevoll verzerrte Version eines berühmten Krimihelden:
- Milo Perrier aus Belgien erinnert unverkennbar an Hercule Poirot.
- Jessica Marbles ist die Antwort auf Miss Marple.
- Sidney Wang spielt auf Charlie Chan an.
- Sam Diamond ist eine Anspielung auf Sam Spade und die harten Kerle des Film noir.
- Dick und Dora Charleston zitieren das mondäne Detektivpaar Nick und Nora Charles.
Wenn du die Vorbilder kennst, macht das Zuschauen doppelt Spaß. Der Film spielt mit ihren Marotten, ihrer Eitelkeit und den typischen Klischees der Genres. Ganz nebenbei kritisiert er die Tricks mancher Krimiautoren, die ihren Lesern wichtige Hinweise bis zur letzten Seite vorenthalten.
Laufzeit, FSK und die wichtigsten Fakten
Hier die Eckdaten auf einen Blick:
- Originaltitel: Murder by Death
- Jahr: 1976
- Kinostart in Deutschland: 16. September 1976
- Regie: Robert Moore
- Laufzeit: 94 Minuten
- FSK: ab 12 Jahren
- Genres: Komödie, Krimi, Mystery
- TMDb-Bewertung: 7,1
Mit knapp über anderthalb Stunden ist der Film angenehm kompakt. Er hält sich nicht lange mit Vorgeplänkel auf und kommt schnell zur Sache, was ihn zu einem idealen Abendfilm macht.
Wo kann man Eine Leiche zum Dessert streamen?
Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist Eine Leiche zum Dessert aktuell in keinem Flatrate-Abo in Deutschland gelistet. Du findest den Film also derzeit bei keinem der großen Streamingdienste im Abo.
Es lohnt sich, die Verfügbarkeit gelegentlich erneut zu prüfen, denn ältere Klassiker wandern immer wieder in die Kataloge der Anbieter. Bis dahin bleiben dir legale Kauf- und Leihoptionen oder eine physische Ausgabe, falls du den Film in deine Sammlung aufnehmen möchtest.
Für wen lohnt sich der Film?
Ganz klar für alle, die Krimis lieben und sich dabei selbst nicht zu ernst nehmen. Wenn du gerne miträtselst, aber auch über die absurden Regeln des Genres lachen kannst, bist du hier genau richtig.
Besonders viel Freude haben:
- Fans klassischer Whodunits im Stil von Agatha Christie
- Liebhaber britischen Humors und schräger Dialoge
- Alle, die große Schauspielstars in ungewohnt alberner Form sehen wollen
- Gruppen für einen gemütlichen Filmabend, an dem man gemeinsam rätseln und lachen will
Wer dagegen einen spannenden, ernsthaften Krimi mit wasserdichter Auflösung erwartet, könnte enttäuscht sein. Die Lösung ist bewusst überdreht, und genau darin liegt der Witz. Der Film zieht dir mit Absicht den Boden unter den Füßen weg.
Ähnliche Filme für Fans der Krimiparodie
Wenn dir dieser Film gefallen hat, passen Krimikomödien mit großem Ensemble und abgeschlossenem Schauplatz hervorragend. Gesucht sind Geschichten, in denen eine Gruppe exzentrischer Figuren in einem Haus festsitzt und jeder verdächtig ist. Auch moderne Whodunits, die das Genre augenzwinkernd neu erzählen, treffen meist denselben Nerv.
Mein Tipp: Schau dir danach eine klassische Agatha-Christie-Verfilmung an. Du wirst überrascht sein, wie viele der Gags aus Eine Leiche zum Dessert du plötzlich wiedererkennst.
Häufige Fragen
Wie heißt der Film mit der Einladung zum Mord und den Meisterdetektiven?
Gemeint ist meist Eine Leiche zum Dessert (Originaltitel: Murder by Death) aus dem Jahr 1976. Darin lädt der Millionär Lionel Twain die berühmtesten Detektive der Welt zu einem Dinner mit angekündigtem Mord ein.
Wer spielt in Eine Leiche zum Dessert mit?
Zur Besetzung gehören Peter Sellers, Alec Guinness, David Niven, Maggie Smith, Peter Falk, James Coco, Eileen Brennan, Elsa Lanchester, Estelle Winwood und Truman Capote als Gastgeber Lionel Twain.
Wo kann ich Eine Leiche zum Dessert streamen?
Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist der Film aktuell in keinem Flatrate-Abo in Deutschland verfügbar.
Wie lang ist Eine Leiche zum Dessert?
Der Film hat eine Laufzeit von 94 Minuten.
Ab wie vielen Jahren ist Eine Leiche zum Dessert freigegeben?
Die FSK hat den Film ab 12 Jahren freigegeben.
Wer hat bei Eine Leiche zum Dessert Regie geführt?
Regie führte Robert Moore. Der Film kam am 16. September 1976 in die deutschen Kinos.
Nimmst du die Einladung zum Mord an?
Ich kann es dir nur empfehlen. Eine Leiche zum Dessert ist ein Film, der mit jedem Wiedersehen gewinnt, weil du immer neue Anspielungen und kleine Gags entdeckst. Die Mischung aus Starbesetzung, verschrobenen Figuren und einer herrlich absurden Auflösung macht ihn zu einem Klassiker der Krimikomödie.
Schnapp dir ein paar Freunde, stell etwas Leckeres auf den Tisch und versuch, den Fall vor den Meisterdetektiven zu lösen. Ich wette, du liegst genauso daneben wie sie. Und genau das ist der Spaß an der Sache.
