Die Indiana-Jones-Filmreihe in der richtigen Reihenfolge: Mit Hut und Peitsche durch fünf Abenteuer
Die Indiana-Jones-Filmreihe ist für viele von uns der Inbegriff von Abenteuerkino: Peitsche, Filzhut, schiefes Grinsen und ein Archäologe, der ständig vor rollenden Problemen davonläuft. Hier findest du alle fünf Filme in der richtigen Reihenfolge, mit Besetzung, Stimmung und einer ehrlichen Einschätzung, wo du sie gerade streamen kannst.
Wenn ein Filmheld nur an seiner Silhouette erkannt wird, dann Indiana Jones. Harrison Ford trägt die Rolle seit 1981 durch alle fünf Filme, und genau das macht die Reihe so besonders: Du siehst einer Figur über mehr als vier Jahrzehnte beim Älterwerden zu. Die ersten vier Teile hat Steven Spielberg inszeniert, den bislang letzten Film hat James Mangold übernommen. Dazwischen liegen Nazis, Sektenführer, Sowjetagenten, heilige Relikte und mehr Schlangen, als Indy lieb ist.
Die gute Nachricht für alle, die einen Marathon planen: Erscheinungsreihenfolge und Erzählreihenfolge sind praktisch dasselbe, du kannst also ganz entspannt von 1981 bis 2023 durchschauen. Einzige kleine Besonderheit: Der zweite Film spielt zeitlich etwas vor dem ersten, was aber für das Verständnis keine Rolle spielt. Schnapp dir Popcorn, wir gehen die Indiana-Jones-Filmreihe Film für Film durch.

1. Jäger des verlorenen Schatzes (1981)
Jäger des verlorenen Schatzes (1981, 115 Minuten, FSK 16) ist der Film, mit dem alles beginnt, und für mich bis heute der Maßstab für jedes Abenteuerkino. Der Archäologe Dr. Henry Jones, genannt Indiana, soll im Auftrag der Regierung die Bundeslade finden, bevor die Nazis sie in die Finger bekommen. Die Spur führt über Nepal, wo er Marion Ravenwood trifft, bis nach Ägypten, wo sein Rivale Belloq bereits für die Gegenseite gräbt.
Harrison Ford ist hier perfekt besetzt, Karen Allen als Marion ist eine echte Partnerin statt schmückendes Beiwerk, Paul Freeman gibt einen schmierig eleganten Gegenspieler und John Rhys-Davies als Sallah bringt Wärme mit. Wer nur einen Teil sieht, sollte diesen sehen.

2. Indiana Jones und der Tempel des Todes (1984)
Indiana Jones und der Tempel des Todes (1984, 118 Minuten, FSK 16) ist der düsterste und wildeste Teil der Reihe. Nach einem chaotischen Abend in einem Nachtclub in Shanghai landet Indy mit der Sängerin Willie Scott und seinem jungen Begleiter Short Round in Indien. In einem Dorf erfährt er von gestohlenen heiligen Steinen und entführten Kindern, und die Spur führt zu einem Palast im Dschungel und einem Sektenführer namens Mola Ram.
Kate Capshaw spielt Willie herrlich überdreht, Ke Huy Quan stiehlt als Short Round viele Szenen, und Amrish Puri ist ein Bösewicht zum Fürchten. Der Ton ist härter und greller als im Vorgänger. Nicht jeder mag das, aber als Achterbahnfahrt funktioniert der Film großartig.

3. Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (1989)
Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (1989, 127 Minuten, FSK 12) ist der Teil mit dem meisten Herz. Im Jahr 1938 soll Indy den Heiligen Gral suchen und stellt fest, dass sein Vater Henry, der eigentliche Experte, auf genau dieser Suche verschwunden ist. Gemeinsam mit Museumskurator Marcus Brody macht er sich auf den Weg nach Europa, und wieder sind ihm die Nazis dicht auf den Fersen.
Der Geniestreich heißt Sean Connery: Die Vater-Sohn-Kabbelei zwischen ihm und Harrison Ford ist pures Vergnügen und gibt dem Film einen fast komödiantischen Rhythmus. Denholm Elliott und Alison Doody als Elsa runden das Ensemble ab. Für viele Fans ist das der schönste Film der Reihe, und ich verstehe sehr gut, warum.

4. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (2008)
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (2008, 122 Minuten, FSK 12) holt Indy nach fast zwei Jahrzehnten Pause zurück, und zwar ins Jahr 1957. Mitten im Kalten Krieg gerät er in die Hände sowjetischer Agenten unter der Führung von Irina Spalko. Zusammen mit dem jungen Mutt Williams sucht er im Amazonasgebiet nach einem verschollenen Kollegen und einem legendären Kristallschädel.
Cate Blanchett hat sichtlich Spaß an ihrer Schurkinnenrolle, Shia LaBeouf bringt jugendlichen Schwung mit, und das Wiedersehen mit Karen Allen als Marion ist für Fans ein echter Moment. Der Film ist der umstrittenste Teil, weil er sich stärker an Fünfziger-Jahre-Science-Fiction orientiert. Geh mit offenen Erwartungen ran, dann macht er Spaß.

5. Indiana Jones und das Rad des Schicksals (2023)
Indiana Jones und das Rad des Schicksals (2023, 153 Minuten, FSK 12) ist der bislang letzte Film und der erste ohne Steven Spielberg auf dem Regiestuhl, hier inszeniert James Mangold. Indy steht kurz vor dem Ruhestand und fühlt sich in einer Welt, die sich weitergedreht hat, nicht mehr so richtig zu Hause. Dann taucht ein alter Rivale auf, und ein mächtiges Artefakt droht in falsche Hände zu geraten.
An Harrison Fords Seite spielt Phoebe Waller-Bridge als Helena mit viel Witz, Mads Mikkelsen gibt den Gegenspieler Dr. Voller, Boyd Holbrook ist als Klaber dabei. Mit über zweieinhalb Stunden ist das der längste Teil, aber auch der melancholischste: ein Film über das Altern eines Helden, der gerade dadurch berührt.
Häufige Fragen
Wie viele Filme hat die Indiana-Jones-Filmreihe?
Die Reihe umfasst fünf Kinofilme: Jäger des verlorenen Schatzes (1981), Indiana Jones und der Tempel des Todes (1984), Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (1989), Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (2008) und Indiana Jones und das Rad des Schicksals (2023).
In welcher Reihenfolge sollte ich die Indiana-Jones-Filme schauen?
Am besten in der Erscheinungsreihenfolge von 1981 bis 2023. Der Tempel des Todes spielt zwar zeitlich etwas vor dem ersten Film, das spielt für das Verständnis aber keine Rolle.
Wo kann ich die Indiana-Jones-Filme streamen?
Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, laufen die ersten vier Filme bei Netflix (auch im Abo mit Werbung), WOW, Sky Go sowie über den Filmlegenden Amazon Channel und den Wow Fiction Amazon Channel. Indiana Jones und das Rad des Schicksals findest du bei Disney Plus.
Wer spielt Indiana Jones?
In allen fünf Filmen spielt Harrison Ford die Titelrolle.
Ab welchem Alter sind die Indiana-Jones-Filme freigegeben?
Jäger des verlorenen Schatzes und Der Tempel des Todes sind ab 16 Jahren freigegeben, die drei übrigen Filme ab 12 Jahren.
Wer hat bei den Indiana-Jones-Filmen Regie geführt?
Die ersten vier Filme stammen von Steven Spielberg, Indiana Jones und das Rad des Schicksals hat James Mangold inszeniert.
Welcher Indiana-Jones-Film ist der beste für dich?
Wenn du klassisches Abenteuerkino in Reinform willst, fang mit Jäger des verlorenen Schatzes an. Magst du es lieber düster und laut, ist der Tempel des Todes dein Film. Für Humor und Herz führt kein Weg am letzten Kreuzzug mit Sean Connery vorbei. Der Kristallschädel ist etwas für alle, die auch mal schräge Ideen mögen, und das Rad des Schicksals ist der richtige Abschluss für Fans, die Indy wirklich ans Herz gewachsen ist.
Mein Tipp: Plan dir ein langes Wochenende ein und schau die Indiana-Jones-Filmreihe am Stück. Gerade im Zusammenhang merkst du, wie viel Charme Harrison Ford über die Jahrzehnte in diese Figur gesteckt hat. Hut auf, Peitsche griffbereit, und bloß keine Schlangen!
