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Vorab-Kritik · Im Kino ab 23.12.2026

Jumanji: Open World Kritik vorab: Die Trommeln schlagen wieder, und wir können einfach nicht widerstehen

Amerikanische FilmeAbenteuerfilmeFortsetzungen

Es gibt dieses eine Geräusch, bei dem Kindern der Neunziger heute noch die Haare zu Berge stehen: das ferne, dumpfe Trommeln. Jumanji: Open World kommt am 23. Dezember 2026 in die deutschen Kinos, und mit ihm kehrt die Truppe zurück, die 2017 den Dschungel völlig überraschend wieder salonfähig gemacht hat. Das hier ist eine Vorab-Kritik: Gesehen hat den Film noch niemand, aber Team und Besetzung verraten schon jetzt einiges.

7,0/10
Erwartete Wertung
Ein Spiel auf Sicherheit mit der bewährten Truppe, das als weihnachtlicher Familienfilm so gut wie sicher funktioniert. Überraschungen sollte man aber noch nicht erwarten.
Story
6
Schauspiel
8
Regie
7
Optik
8
Musik und Ton
7
Emotionen
6

Die Gesamtwertung ist der Durchschnitt der sechs Kriterien.

Jumanji: Open World: Trailer

Filmdaten

Kinostart in Deutschland23.12.2026
RegieJake Kasdan
BesetzungDwayne Johnson, Jack Black, Karen Gillan, Danny DeVito, Kevin Hart, Rhys Darby
GenreAbenteuerfilme
LandAmerikanische Filme

Worum geht es? Darüber schweigen sogar die Trommeln

Fangen wir mit dem ehrlichen Teil an: Über die Handlung von Jumanji: Open World wissen wir derzeit zu wenig, um irgendetwas mit gutem Gewissen zu behaupten. Ich werde mir also keine Geschichte ausdenken, wer diesmal ins Spiel gesogen wird, wer drinnen festsitzt und wovor man davonlaufen muss. Was feststeht: Es handelt sich um einen amerikanischen Abenteuerfilm, und der Start kurz vor Weihnachten zeigt deutlich, dass das Studio auf den großen Familienkinobesuch über die Feiertage zielt.

Der Titel selbst ist allerdings vielsagend. „Open World“ klingt nach einem Spiel, das seine Spieler nicht mehr brav von Level zu Level führt, sondern sie in eine offene, unberechenbare Welt entlässt. Ob das am Ende wirklich mehr Freiheit für die Figuren bedeutet, eine umgekehrte Ausgangslage oder etwas ganz anderes, erfahren wir im Dezember. Ich hoffe jedenfalls, dass die Reihe ihre eigene Formel endlich einmal kräftig verdreht. Denn das Schema „rein ins Spiel, im falschen Körper aufwachen, Level abhaken“ haben die beiden Vorgänger schon ziemlich gründlich ausgereizt.

Die alte Bande: Johnson, Black, Gillan, Hart und Co.

Die Besetzungsliste liest sich wie die Einladung zum Klassentreffen. Das Quartett Dwayne Johnson, Jack Black, Karen Gillan und Kevin Hart war der eigentliche Motor von Jumanji: Willkommen im Dschungel (2017) und Jumanji: The Next Level (2019), und das nicht ohne Grund. Der Witz lebte davon, dass diese Hollywood-Gesichter in ihren Videospiel-Avataren Teenager und ältere Herrschaften „spielten“. Jack Black als pubertierendes Mädchen gehört zu den besten Comedy-Leistungen der letzten Jahre, und das meine ich völlig ernst.

Auch Danny DeVito ist wieder dabei, der in The Next Level einen herrlich grantigen Großvater-Charme in die Reihe brachte, außerdem Rhys Darby, der in den bisherigen Teilen Nigel spielte, die hilfsbereite und leicht verbuggte Nicht-Spieler-Figur. Für mich ist er eine der Geheimwaffen: Er braucht zwei Sätze, um einen Lacher zu landen. Auf der Liste stehen zudem Alex Wolff und Marin Hinkle, die man ebenfalls aus der Reihe kennen dürfte, sowie Burn Gorman und Brittany O'Grady, über deren Rollen es bislang nichts Verlässliches gibt.

Wer diesmal wen spielt und ob der Körpertausch-Humor erhalten bleibt, wissen wir nicht. Aber wenn die Chemie auch nur halb so gut ist wie 2017, ist der Film schon zur Hälfte im Trockenen.

Jake Kasdan: die Hand, die schon zweimal gewürfelt hat

Auf dem Regiestuhl sitzt erneut Jake Kasdan, der auch die beiden vorherigen Teile inszeniert hat. Das ist eine Botschaft mit zwei Seiten. Einerseits ist es eine Garantie: Kasdan kennt den Ton der Reihe, er weiß, wie man eine Actionszene mit einer Pointe bricht, ohne dass die Spannung komplett verpufft, und er hat ein gutes Händchen für seine Darsteller. Willkommen im Dschungel wurde gerade deshalb zum Überraschungshit, weil niemand etwas davon erwartet hatte. Kasdan baute aus einem Stoff, den alle für abgenagt hielten, eine erstaunlich gut getimte, clevere Komödie.

Andererseits ist es ein Risiko. The Next Level kopierte spürbar schon den eigenen Erfolg, und obwohl der Film unterhaltsam war, blieb er weniger hängen. Eine dritte Kasdan-Regie könnte leicht zum bequemen Aufwärmen bewährter Rezepte werden. Der Titel Open World deutet allerdings an, dass er das vielleicht selbst spürt: Es wird Zeit, die Schablone zu sprengen.

Was spricht dafür?

Wo könnte es schiefgehen?

Der größte Gegner heißt Ermüdung. Bei einer Reihe, deren Hauptgag Körpertausch und Videospiellogik sind, werden die Pointen beim dritten Anlauf schnell vorhersehbar. Wenn der Film nur wieder darauf setzt, dass Dwayne Johnson komische Grimassen schneidet, weil jemand anderes ihn steuert, wird das nicht reichen.

Die zweite Gefahr ist Überfrachtung. Zehn Namen auf der Besetzungsliste, alte wie neue Gesichter: Gut möglich, dass jeder zwei starke Szenen bekommt, aber niemand eine echte Entwicklung. Daran ist schon The Next Level ein wenig gestolpert. Und schließlich bleibt die große Frage, ob der Film dem Spiel etwas Neues abgewinnen kann oder ein hübsch verpacktes, aber schnell vergessenes Weihnachtsgeschenk bleibt.

Für wen ist der Film?

Wenn er dir gefällt, schau auch: Jumanji (1995), Jumanji: Willkommen im Dschungel (2017), Jumanji: The Next Level (2019), Jungle Cruise (2021), Free Guy (2021)

Häufige Fragen

Wann kommt Jumanji: Open World in die deutschen Kinos?

Der Film startet am 23. Dezember 2026 in Deutschland, also pünktlich zu Weihnachten.

Wer hat bei Jumanji: Open World Regie geführt?

Jake Kasdan, der auch schon Jumanji: Willkommen im Dschungel und Jumanji: The Next Level inszeniert hat.

Wer spielt in Jumanji: Open World mit?

Zur Besetzung gehören Dwayne Johnson, Jack Black, Karen Gillan, Danny DeVito, Kevin Hart, Rhys Darby, Alex Wolff, Burn Gorman, Brittany O'Grady und Marin Hinkle.

Zu welchem Genre gehört Jumanji: Open World?

Es ist ein amerikanischer Abenteuerfilm und der neueste Teil der beliebten Jumanji-Reihe.

Kehrt die alte Besetzung zu Jumanji zurück?

Ja, neben Dwayne Johnson, Jack Black, Karen Gillan und Kevin Hart sind auch Danny DeVito und Rhys Darby im neuen Film dabei.

Sollte man ihn sich für die Tage nach dem Weihnachtsessen aufheben?

Ich finde: ja, aber mit klarem Kopf. Jumanji: Open World bringt auf dem Papier alles mit, was man sich von einem Familienfilm zu den Feiertagen wünscht: eingespielte, sympathische Stars, einen Regisseur, der schon zweimal bewiesen hat, dass er diese Welt versteht, und eine Marke, die Generationen verbindet. Oma erinnert sich an Robin Williams, die Eltern haben bei Willkommen im Dschungel gelacht, und die Kinder bekommen jetzt ihr eigenes Jumanji.

Ob daraus mehr wird als ein nettes, flottes Abenteuer, hängt am Drehbuch, über das wir bislang nichts wissen. Ich rechne mit einer soliden, unterhaltsamen Fortsetzung und hoffe insgeheim, dass der Film seinem Titel gerecht wird und sich tatsächlich in eine offene Welt jenseits seiner eigenen Klischees wagt. Erwartete Wertung: sicher über dem Mittelfeld, und im Dezember schlagen die Trommeln wieder.

Erwartete Wertung: 7,0/10 · Story 6 · Schauspiel 8 · Regie 7 · Optik 8 · Musik und Ton 7 · Emotionen 6