Lightyear: Wie gut ist Pixars Sci-Fi-Abenteuer mit Buzz?
Lightyear erzählt die Geschichte des Space Rangers Buzz Lightyear, lange bevor er als Spielzeug in einem Kinderzimmer landet. Der Pixar-Film von 2022 ist ein waschechtes Sci-Fi-Abenteuer mit Herz, Humor und einer Roboterkatze, die dir garantiert die Show stiehlt. Hier erfährst du, was dich erwartet und ob sich der Abend auf dem Sofa lohnt.
Wer mit Toy Story aufgewachsen ist, kennt Buzz Lightyear als großspurige Actionfigur mit Laserstrahl und Klappflügeln. Lightyear dreht den Spieß um: Hier ist Buzz kein Spielzeug, sondern ein echter Space Ranger, der mit seinem Shuttle ins All aufbricht. Der Film fühlt sich an wie der Sci-Fi-Blockbuster, den sich ein Kind in den Neunzigern im Kino angeschaut hätte, und genau das macht seinen Reiz aus.
Regie führte Angus MacLane, Kinostart in Deutschland war der 16. Juni 2022. Mit 105 Minuten Laufzeit und FSK 6 ist Lightyear ein Film, den du gut mit der Familie schauen kannst, der aber auch Erwachsenen mit Faible für klassische Weltraumabenteuer Spaß macht. Ich finde: Er ist besser als sein Ruf, auch wenn er nicht ganz an die ganz großen Pixar-Klassiker heranreicht.

Lightyear (2022)
Worum geht es in Lightyear?
Im Mittelpunkt steht der junge Space Ranger Buzz Lightyear, der von Star Command als Rookie auf eine Mission geschickt wird. Mit seinem Space Shuttle startet er in die Weiten des Weltraums, mutig, beherzt und vielleicht ein bisschen zu überzeugt von sich selbst. Die große Frage des Films: Ist Buzz den Gefahren und Aufgaben im All überhaupt schon gewachsen?
Sein Auftrag soll ihn bis an den Rand des Universums führen, und natürlich darf das berühmte Motto „Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter“ nicht fehlen. Unterwegs trifft Buzz auf neue Verbündete, darunter Izzy Hawthorne, den bärbeißigen Mo Morrison, die Veteranin Darby Steel und vor allem den Roboterkater SOX. Als Gegenspieler taucht der legendäre Zurg auf, den Toy-Story-Fans sofort wiedererkennen werden.
Mehr will ich an dieser Stelle gar nicht verraten, denn der Film lebt von ein paar Wendungen, die du am besten unvorbereitet erlebst.
Besetzung und Rollen: Wer spricht wen?
Im Original hat Pixar eine starke Sprecherriege zusammengestellt. Die wichtigsten Stimmen im Überblick:
- Chris Evans als Buzz Lightyear
- Keke Palmer als Izzy Hawthorne
- Peter Sohn als SOX und Old SOX
- Taika Waititi als Mo Morrison
- Dale Soules als Darby Steel
- James Brolin als Zurg und Old Buzz
- Uzo Aduba als Alisha Hawthorne
- Mary McDonald-Lewis als I.V.A.N.
- Isiah Whitlock Jr. als Commander Burnside
- Angus MacLane als ERIC, DERIC und Zyclops
Chris Evans passt erstaunlich gut zu diesem Buzz: weniger komisch überdreht, mehr ernsthafter Held mit Ecken und Kanten. Taika Waititi bringt seinen trockenen Humor ein, und Peter Sohn als SOX ist für mich das heimliche Highlight. Lustig: Regisseur Angus MacLane hat sich gleich mehrere kleine Rollen selbst gesichert.
Was macht Lightyear sehenswert?
Die größte Stärke ist die Optik. Raumschiffe, fremde Planeten und Weltraumschlachten sehen fantastisch aus, und man merkt, dass hier Leute mit großer Liebe zu klassischer Science Fiction am Werk waren. Das Design wirkt angenehm handfest, fast wie aus einem alten Sci-Fi-Film der Achtziger, nur eben in moderner Pixar-Qualität.
Dazu kommt SOX. Der Roboterkater ist süß, praktisch und herrlich trocken in seinen Kommentaren. Kinder lieben ihn, Erwachsene ehrlich gesagt auch. Und Buzz selbst bekommt eine Geschichte über Fehler, Verantwortung und die Frage, ob man alles allein schaffen muss. Das ist keine völlig neue Botschaft, aber sie wird charmant erzählt.
Schwächer finde ich, dass der Film manchmal mehr Actionabenteuer als emotionales Pixar-Erlebnis ist. Wer Tränen wie bei manchen Pixar-Klassikern erwartet, wird vielleicht etwas enttäuscht. Die TMDb-Wertung von 6,9 trifft es ganz gut: solide Unterhaltung mit echten Glanzmomenten.
Lightyear und Toy Story: Wie hängt das zusammen?
Hier kommt die clevere Idee des Films: Lightyear ist als der Film gedacht, den der kleine Andy aus Toy Story damals gesehen hat und der ihn so begeistert hat, dass er unbedingt die Buzz-Figur haben wollte. Du musst also keinen Toy-Story-Film kennen, um der Handlung zu folgen. Es gibt keine sprechenden Spielzeuge, keinen Woody, kein Kinderzimmer.
Wer die Reihe liebt, entdeckt trotzdem jede Menge Anspielungen. Zurg, Star Command und Buzz’ Ausrüstung sind alte Bekannte. Gerade dieser Blick auf die Figur aus einer ganz anderen Perspektive macht für Fans den Reiz aus.
Wo kann man Lightyear streamen?
Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, findest du Lightyear im Flatrate-Abo bei Disney Plus. Das passt natürlich, schließlich gehört Pixar zu Disney. Wenn du dort ein Abo hast, kannst du also direkt loslegen.
Streaming-Angebote ändern sich gelegentlich, deshalb lohnt sich vor dem Filmabend ein kurzer Blick, ob der Film weiterhin verfügbar ist. Ein großer Bildschirm und ordentlicher Ton zahlen sich bei diesem Film übrigens wirklich aus, denn die Weltraumszenen sind gemacht, um groß gesehen zu werden.
Für wen eignet sich der Film?
Mit FSK 6 ist Lightyear für Grundschulkinder freigegeben. Ein paar Actionszenen und die Bösewichte können ganz Kleine kurz erschrecken, aber insgesamt bleibt der Ton familienfreundlich. Ideal ist der Film für:
- Familien, die einen gemeinsamen Filmabend mit Action und Humor suchen
- Toy-Story-Fans, die Buzz mal von einer anderen Seite kennenlernen wollen
- Erwachsene, die klassische Weltraumabenteuer mögen
- Kinder ab etwa sechs Jahren, die sich für Raumschiffe und Roboter begeistern
Weniger geeignet ist er, wenn du ein tiefgründiges Drama erwartest. Lightyear ist in erster Linie ein Abenteuerfilm, und das ist völlig in Ordnung.
Ähnliche Filme für den nächsten Abend
Wenn dir Lightyear gefallen hat, liegen die Toy Story-Filme natürlich auf der Hand. Gerade nach Lightyear macht es Spaß, Buzz wieder als Spielzeug zu sehen und die Verbindung zu entdecken. Auch andere Animationsfilme mit Weltraumthema wie WALL·E von Pixar passen gut, falls du Lust auf mehr Science Fiction mit Herz hast. Und wer generell Familienabenteuer im All mag, wird mit Lightyear und solchen Titeln ein schönes Double Feature zusammenstellen.
Häufige Fragen
Ab wie viel Jahren ist Lightyear freigegeben?
Lightyear hat eine FSK-Freigabe ab 6 Jahren und eignet sich damit gut für Familien mit Grundschulkindern.
Wie lange dauert Lightyear?
Der Film hat eine Laufzeit von 105 Minuten.
Wer spricht Buzz Lightyear im Original?
Im Original leiht Chris Evans Buzz Lightyear seine Stimme. Weitere Sprecher sind unter anderem Keke Palmer, Taika Waititi, Peter Sohn und James Brolin.
Wo kann ich Lightyear streamen?
Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist Lightyear im Abo bei Disney Plus verfügbar.
Muss ich Toy Story kennen, um Lightyear zu verstehen?
Nein. Lightyear ist als der Film gedacht, den Andy in Toy Story gesehen hat, und funktioniert komplett eigenständig. Fans entdecken aber viele Anspielungen.
Wer hat bei Lightyear Regie geführt?
Regie führte Angus MacLane, der im Film außerdem die Figuren ERIC, DERIC und Zyclops spricht.
Lohnt sich Lightyear für deinen nächsten Filmabend?
Ich sage ja, vor allem wenn du mit Kindern schaust oder ein Herz für klassische Weltraumabenteuer hast. Lightyear ist kein Pixar-Meilenstein, aber ein liebevoll gemachtes, wunderschön animiertes Sci-Fi-Abenteuer mit einem sympathischen Helden und dem besten Roboterkater, den das Kino seit Langem gesehen hat. Schnapp dir Popcorn, starte Disney Plus und ab geht es bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter.
