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Ratgeber · Aktualisiert: 9.10.2026 · Quelle: TMDB

Mein Name ist Nobody: Terence Hill trifft Henry Fonda im Abgesang auf den Wilden Westen

Mein Name ist Nobody ist dieser seltene Western, der gleichzeitig lacht und Abschied nimmt. Terence Hill spielt einen frechen Jungspund, Henry Fonda eine Legende, die eigentlich nur noch ihre Ruhe will. Hier erfährst du, worum es geht, wer mitspielt und wo du den Klassiker streamen kannst.

Es gibt Filme, die man als Kind am Sonntagnachmittag im Fernsehen gesehen hat und die einen danach nie mehr ganz loslassen. Mein Name ist Nobody gehört für viele genau in diese Schublade. Der Film von Regisseur Tonino Valerii kam am 13. Dezember 1973 in die deutschen Kinos, läuft 117 Minuten und trägt im Original den Titel Il mio nome è Nessuno. Auf dem Papier ist das eine Westernkomödie. In Wahrheit ist es aber auch eine kleine Liebeserklärung an ein Genre, das gerade dabei war, von der Leinwand zu verschwinden.

Ich mag an diesem Film vor allem die Mischung: Auf der einen Seite stehen Ohrfeigen, Tricks und Slapstick, wie man sie von Terence Hill kennt. Auf der anderen Seite sitzt Henry Fonda mit seinem müden Blick, und plötzlich wird es ganz still und fast melancholisch. Genau dieser Wechsel macht den Reiz aus, und deshalb lohnt sich ein genauerer Blick.

Mein Name ist Nobody Poster

Mein Name ist Nobody (1973)

Tonino Valerii · Terence Hill (Nobody), Henry Fonda (Jack Beauregard), Jean Martin (Sullivan), R.G. Armstrong (Honest John), Karl Braun (Jim), Leo Gordon (Red), Steve Kanaly (False barber), Geoffrey Lewis (Leader of the Wild Bunch), Neil · 117 Min. · TMDB 7,3/10 · Streaming: Joyn Plus, Filmlegenden Amazon Channel, Moviedome Plus Amazon Channel, Kabel Eins Classics Amazon Channel

Worum geht es in Mein Name ist Nobody?

Der Wilde Westen neigt sich dem Ende zu. Die großen Revolverhelden werden alt, und einer von ihnen ist Jack Beauregard. Er ist eine lebende Legende, aber eigentlich hat er genug vom Schießen und möchte sich zurückziehen. Da taucht ein quirliger junger Mann auf, der sich schlicht Nobody nennt. Er verehrt Beauregard, kennt jede Geschichte über ihn und hat einen großen Plan: Sein Idol soll nicht einfach leise abtreten, sondern mit einem Paukenschlag in die Geschichtsbücher eingehen.

Also treibt Nobody den müden Helden zu einem ungleichen Duell mit der Wilden Horde, einer Bande, die Angst und Schrecken verbreitet. Beauregard ist davon wenig begeistert. Doch er kann sich stets auf den Ideenreichtum seines Verehrers verlassen, der mit Witz, Geschick und einer guten Portion Frechheit immer wieder die Lage dreht.

Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel: Der Film lebt weniger von einer verwinkelten Handlung als von der Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren. Das Zusammenspiel von jungem Fan und altem Idol ist das Herz der Geschichte.

Besetzung und Rollen

Die Besetzung ist der größte Trumpf des Films. Zwei Generationen von Westernstars treffen hier aufeinander, und das spürt man in jeder gemeinsamen Szene.

Terence Hill ist in seinem Element. Mit blauen Augen, schelmischem Grinsen und flinken Händen spielt er Nobody als Mischung aus Lausbub und Genie. Henry Fonda gibt dazu den perfekten Gegenpol: wortkarg, erschöpft, aber mit einer Würde, die man nicht spielen kann, sondern einfach hat. Wenn die beiden miteinander reden, merkst du, dass hier eine Ära die nächste begrüßt und sich gleichzeitig verabschiedet.

Was den Film so besonders macht

Viele Western der damaligen Zeit setzen entweder voll auf Härte oder voll auf Klamauk. Mein Name ist Nobody traut sich beides und findet dazwischen einen eigenen Ton. Es gibt Szenen, in denen du laut lachst, weil Nobody seine Gegner mit Tempo und Tricks vorführt. Und es gibt Momente, in denen der Film innehält und darüber nachdenkt, was eigentlich von einem Helden bleibt, wenn seine Zeit vorbei ist.

Genau diese Melancholie hebt ihn für mich über eine reine Prügelkomödie hinaus. Der Film weiß, dass der klassische Western am Ende ist, und er macht daraus kein Drama, sondern ein augenzwinkerndes Abschiedsfest. Das ist klug, das ist warmherzig, und es hat bis heute nichts von seinem Charme verloren.

Komödie mit Herz

Wer Terence Hill nur von seinen reinen Spaßfilmen kennt, wird hier überrascht sein. Der Humor ist da, aber er dient der Geschichte. Am Ende bleibt vor allem das Gefühl, eine Freundschaft beobachtet zu haben, die ungewöhnlicher kaum sein könnte.

Mein Name ist Nobody streamen: Wo läuft der Western?

Gute Nachricht für alle, die den Klassiker wiedersehen oder zum ersten Mal entdecken wollen: Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist der Film in Deutschland bei mehreren Flatrate-Angeboten verfügbar:

Bei den Amazon Channels brauchst du in der Regel ein Prime-Konto und buchst den jeweiligen Kanal zusätzlich. Streaming-Kataloge ändern sich regelmäßig, deshalb lohnt sich vor dem Filmabend ein kurzer Check, ob der Titel noch im Angebot ist.

Für wen lohnt sich der Film?

Ganz klar für alle, die mit Terence Hill aufgewachsen sind und Lust auf ein bisschen Nostalgie haben. Aber auch wer mit Western sonst wenig anfangen kann, sollte es versuchen. Der Film ist leicht zugänglich, unterhaltsam und nie zu schwer.

Mit einer FSK-Freigabe ab 12 Jahren eignet er sich außerdem gut für einen Filmabend mit älteren Kindern oder Jugendlichen. Die Schießereien sind eher verspielt als brutal, und der Witz funktioniert über Generationen hinweg. Eltern, die ihren Kindern zeigen wollen, was sie früher selbst begeistert hat, liegen hier goldrichtig.

Bei TMDB kommt der Film auf eine Wertung von 7,3, was für eine Westernkomödie aus den Siebzigern ein ordentliches Ergebnis ist. Ich finde, er hat sogar noch etwas mehr verdient.

Die richtige Stimmung für den Filmabend

Am besten wirkt der Film an einem gemütlichen Abend, wenn du keine Lust auf schwere Kost hast, aber trotzdem etwas mit Gefühl sehen möchtest. Snacks bereitlegen, Handy weg, und dann einfach zwei Stunden in die staubige Weite des Westens abtauchen lassen.

Achte beim Schauen ruhig auf die kleinen Details: Blicke zwischen Nobody und Beauregard, die Art, wie Fonda manche Sätze einfach stehen lässt, und wie Hill dagegen wie ein Wirbelwind durch die Szenen fegt. Gerade beim zweiten oder dritten Mal entdeckt man viel, was beim ersten Schauen untergeht.

Häufige Fragen

Wer spielt in Mein Name ist Nobody mit?

Die Hauptrollen spielen Terence Hill als Nobody und Henry Fonda als Jack Beauregard. Dazu kommen unter anderem Jean Martin, R.G. Armstrong, Leo Gordon und Geoffrey Lewis als Anführer der Wilden Horde.

Wo kann man Mein Name ist Nobody streamen?

Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist der Film bei Joyn Plus, Magenta TV+ sowie in mehreren Amazon Channels verfügbar, darunter Filmlegenden, Moviedome Plus, Kabel Eins Classics und Seven Entertainment.

Ab wie viel Jahren ist Mein Name ist Nobody freigegeben?

Der Film hat eine FSK-Freigabe ab 12 Jahren.

Wie lang ist Mein Name ist Nobody?

Der Western dauert 117 Minuten, also knapp zwei Stunden.

Wer hat bei Mein Name ist Nobody Regie geführt?

Regie führte Tonino Valerii. Der Film erschien 1973 und startete am 13. Dezember 1973 in den deutschen Kinos.

Wie heißt Mein Name ist Nobody im Original?

Der italienische Originaltitel lautet Il mio nome è Nessuno.

Warum ist Mein Name ist Nobody bis heute ein Lieblingswestern?

Weil der Film etwas schafft, das nur wenige können: Er bringt dich zum Lachen und lässt dich trotzdem mit einem leisen Kloß im Hals zurück. Terence Hill und Henry Fonda ergänzen sich so gut, dass man sich kaum vorstellen kann, wie der Film mit anderen Darstellern funktioniert hätte. Wenn du ihn noch nie gesehen hast, hol das nach. Und wenn du ihn kennst, schau ihn wieder. Er ist genau die Art Klassiker, die mit den Jahren eher besser wird.

Datenquelle: The Movie Database (TMDB), Streaming-Angaben laut JustWatch, Stand 9.10.2026.