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Ratgeber · Aktualisiert: 9.10.2026 · Quelle: TMDB

Rebecca (2020): Liebesdrama im Schatten einer Toten

Rebecca aus dem Jahr 2020 ist Ben Wheatleys Neuverfilmung des berühmten Schauerstoffs, in dem eine junge Braut gegen eine Tote antritt, die nie wirklich gegangen ist. Lily James, Armie Hammer und Kristin Scott Thomas spielen sich durch gut zwei Stunden voller Romantik, Misstrauen und dunkler Geheimnisse an der englischen Küste. Hier erfährst du, ob sich der Film für deinen nächsten Filmabend lohnt.

Manche Geschichten werden nie alt, weil sie ein Gefühl treffen, das jeder kennt: das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Genau davon erzählt Rebecca. Die Vorlage ist der Roman von Daphne du Maurier, den viele vor allem durch Alfred Hitchcocks Verfilmung von 1940 kennen. Ben Wheatley hat sich 2020 an eine neue Version gewagt, und die ist deutlich farbiger, sonniger und auf den ersten Blick romantischer geraten als der schwarzweiße Klassiker.

Wer bei Rebecca an staubige Kostümfilme denkt, liegt hier falsch. Der Film beginnt wie ein verliebter Sommerurlaub und kippt dann Stück für Stück in ein Psychodrama, in dem ein riesiges Herrenhaus mehr Macht über die Figuren hat als jeder einzelne Mensch darin. Ob das funktioniert und für wen sich die 121 Minuten lohnen, klären wir jetzt.

Rebecca Poster

Rebecca (2020)

Ben Wheatley · Lily James (Mrs. de Winter), Armie Hammer (Maxim de Winter), Kristin Scott Thomas (Mrs. Danvers), Keeley Hawes (Beatrice), Ann Dowd (Mrs. Van Hopper), Sam Riley (Jack Favell), Tom Goodman-Hill (Frank Crawley), Mark Lewis · 121 Min. · TMDB 6,3/10 · Streaming: Netflix, Netflix Standard with Ads

Worum geht es in Rebecca?

Eine junge Frau, deren Vorname im ganzen Film nicht fällt, arbeitet als Gesellschafterin für die anstrengende Mrs. Van Hopper. Bei einem Aufenthalt an der Riviera lernt sie den wohlhabenden Witwer Maxim de Winter kennen. Aus ein paar gemeinsamen Ausflügen wird eine stürmische Romanze, und ehe sie sich versieht, ist sie die neue Mrs. de Winter.

Dann folgt der Umzug auf das imposante Familienanwesen an der englischen Küste, und dort ist die Luft plötzlich eine ganz andere. Überall begegnet ihr der Schatten von Maxims verstorbener erster Frau Rebecca: in den Zimmern, in den Erinnerungen der Angestellten, in den Blicken der Gäste. Besonders die Haushälterin Mrs. Danvers lässt keinen Zweifel daran, wer in diesem Haus ihrer Meinung nach die wahre Herrin bleibt. Je tiefer die junge Braut gräbt, desto mehr fragt sie sich, was mit Rebecca wirklich passiert ist und wie gut sie ihren eigenen Ehemann eigentlich kennt.

Mehr verraten wir nicht. Gerade wer den Stoff noch nicht kennt, sollte sich die Wendungen in der zweiten Hälfte nicht vorher spoilern lassen.

Besetzung und Rollen: Wer spielt mit?

Die Besetzung ist für eine Netflix-Produktion ziemlich hochkarätig. Hier die wichtigsten Namen im Überblick:

Der heimliche Star ist ganz klar Kristin Scott Thomas. Ihre Mrs. Danvers schreit nie, sie muss es auch nicht. Ein Blick, eine kleine Pause im Satz, und dir läuft es kalt den Rücken herunter. Lily James trägt den Film mit viel Wärme und macht die Unsicherheit ihrer Figur greifbar. Armie Hammer bleibt dagegen etwas blass; als Sonnyboy an der Riviera überzeugt er, die düstere Seite von Maxim nimmt man ihm nicht immer ganz ab. Ann Dowd sorgt am Anfang für herrlich bissige Momente, und Sam Riley bringt später eine angenehm schmierige Energie ins Spiel.

Wie gut ist Ben Wheatleys Rebecca?

Ben Wheatley inszeniert Rebecca als opulentes Ausstattungskino. Die Kostüme leuchten, die Landschaften sehen aus wie Postkarten, und das Herrenhaus wirkt so groß, dass man sich darin verlaufen möchte. Das ist schön anzusehen, nimmt dem Stoff aber auch etwas von seiner beklemmenden Enge. Wo Hitchcock mit Schatten gearbeitet hat, setzt Wheatley auf Glanz.

Stark wird der Film immer dann, wenn er sich in die Psyche seiner Heldin hineinbewegt. Ein paar albtraumhafte Sequenzen zeigen, wie sehr die Erinnerung an Rebecca die junge Frau auffrisst, und hier blitzt Wheatleys Talent für das Unheimliche durch. Die zweite Hälfte verschiebt den Ton vom Schauerdrama hin zum Thriller, was Tempo bringt, aber auch einen Teil der Atmosphäre opfert.

Auf TMDB steht Rebecca bei einer Bewertung von 6,3. Das passt ganz gut: kein Meisterwerk, aber ein solider, hübsch gemachter Film mit einer überragenden Nebendarstellerin. Wer ohne den Vergleich zu Hitchcock im Hinterkopf einschaltet, wird vermutlich mehr Spaß haben.

Rebecca streamen: Wo läuft der Film?

Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, kannst du Rebecca bei Netflix im Abo streamen. Auch im günstigeren Tarif Netflix Standard with Ads ist der Film enthalten, dann allerdings mit Werbeunterbrechungen.

Da Streaming-Kataloge sich regelmäßig ändern, lohnt sich vor dem Filmabend ein kurzer Blick, ob der Titel weiterhin verfügbar ist. Mit einer Laufzeit von 121 Minuten solltest du dir übrigens einen ganzen Abend freihalten, inklusive Decke und Tee.

Für wen lohnt sich Rebecca?

Rebecca ist ideal für dich, wenn du:

Weniger glücklich wirst du, wenn du echten Horror erwartest oder Hitchcocks Fassung für unantastbar hältst. Rebecca ist eher ein Liebesfilm mit Gänsehautmomenten als ein Gruselschocker. Für einen gemütlichen, leicht unheimlichen Abend zu zweit passt er dafür hervorragend.

Ähnliche Filme und Lesetipp

Wenn dich Rebecca gepackt hat, ist der naheliegendste nächste Schritt natürlich Alfred Hitchcocks Verfilmung von 1940. Spannend ist der direkte Vergleich: gleiche Geschichte, völlig andere Stimmung. Noch tiefer gehst du mit dem Roman von Daphne du Maurier, der viele innere Zweifel der Heldin ausführlicher ausbreitet, als es ein Film je könnte.

Generell lohnen sich für Fans alle Geschichten, in denen eine junge Frau in ein fremdes, großes Haus kommt und dort mit der Vergangenheit konfrontiert wird. Dieses Motiv ist ein Klassiker der Gothic Romance und taucht in Literatur und Kino immer wieder auf.

Häufige Fragen

Worum geht es in Rebecca (2020)?

Eine junge Frau heiratet den wohlhabenden Witwer Maxim de Winter und zieht auf sein Anwesen an der englischen Küste. Dort lastet der Schatten seiner verstorbenen ersten Frau Rebecca auf allem und jedem.

Wo kann ich Rebecca streamen?

Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, läuft Rebecca bei Netflix, auch im Tarif Netflix Standard with Ads.

Wer spielt in Rebecca mit?

Lily James spielt Mrs. de Winter, Armie Hammer ist Maxim de Winter und Kristin Scott Thomas gibt die Haushälterin Mrs. Danvers. Dazu kommen unter anderem Keeley Hawes, Ann Dowd und Sam Riley.

Wer hat bei Rebecca Regie geführt?

Regie führte Ben Wheatley.

Wie lang ist Rebecca?

Der Film dauert 121 Minuten.

Ist Rebecca ein Horrorfilm?

Nein. Rebecca verbindet Liebesfilm, Drama, Mystery und Thriller. Es gibt unheimliche Momente, aber keinen klassischen Horror.

Lohnt sich Rebecca für deinen nächsten Filmabend?

Wenn du Lust auf einen schön ausgestatteten, leicht schaurigen Liebesfilm hast, dann ja. Rebecca ist nicht so bedrohlich wie Hitchcocks Klassiker, punktet aber mit herrlichen Bildern, einer sympathischen Lily James und einer Kristin Scott Thomas, die jede Szene an sich reißt. Schalte ihn an einem verregneten Herbstabend ein, lass dich von der Romantik der ersten Hälfte einlullen und warte ab, bis Mrs. Danvers zum ersten Mal lächelt. Spätestens dann weißt du, warum dieser Stoff seit Jahrzehnten funktioniert.

Datenquelle: The Movie Database (TMDB), Streaming-Angaben laut JustWatch, Stand 9.10.2026.