R.I.P.D.: Untote Cops jagen Seelen mit Jeff Bridges und Ryan Reynolds
R.I.P.D. ist die Actionkomödie, in der ein toter Polizist im Jenseits einen neuen Job bekommt: entflohene Seelen zurück ins Totenreich befördern. Jeff Bridges als knurriger Revolverheld und Ryan Reynolds als frisch verstorbener Cop bilden ein Duo, das mehr Spaß macht, als der Ruf des Films vermuten lässt. Hier erfährst du alles, was du vor dem Einschalten wissen solltest.
Manche Filme laufen im Kino unter dem Radar und finden ihr Publikum erst später auf dem Sofa. R.I.P.D. aus dem Jahr 2013 ist so ein Kandidat. Regisseur Robert Schwentke schickt Ryan Reynolds und Jeff Bridges als untote Ermittler durch Boston, wo sich zwischen ganz normalen Menschen allerlei finstere Gestalten verstecken. Das Ergebnis ist laut, bunt, ziemlich albern und an vielen Stellen erstaunlich charmant.
Wer bei R.I.P.D. ein durchdachtes Fantasy-Epos erwartet, wird enttäuscht. Wer dagegen Lust auf 96 Minuten Buddy-Cop-Unfug mit Geistern, Spezialeffekten und einem herrlich überdrehten Jeff Bridges hat, ist hier genau richtig. Ich finde: Der Film ist besser als sein Ruf, und gerade an einem verregneten Abend kann er richtig Laune machen.

R.I.P.D. (2013)
Worum geht es in R.I.P.D.?
Nick Walker ist Polizist und wird bei einem Einsatz tödlich verwundet. Statt friedlich ins Licht zu gehen, landet er bei einer Behörde, von der kein Lebender etwas ahnt: dem Rest-In-Peace-Department, kurz R.I.P.D. Diese Abteilung kümmert sich um Seelen, die sich nach ihrem Tod nicht ordnungsgemäß verabschiedet haben und sich als sogenannte Untote unter die Lebenden mischen.
Nick wird wieder auf die Erde geschickt, allerdings mit einem neuen Partner: Roy Pulsipher, ein ehemaliger Revolverheld aus dem Wilden Westen, der seit Jahrhunderten für das Department im Einsatz ist. Roy steht kurz vor der Pensionierung, will seinem legendären Ruf aber noch ein letztes Mal gerecht werden. Gemeinsam räumen die beiden die Straßen von dunklen Kreaturen auf und stoßen dabei auf eine Spur, die direkt zu dem Killer führt, der für Nicks eigenen Tod verantwortlich ist.
Ein besonders witziger Einfall: Für die Lebenden sehen Nick und Roy nicht so aus wie sie selbst. Sie bekommen sogenannte Avatare, also völlig andere Erscheinungen. Daraus zieht der Film einige seiner besten Gags.
Besetzung und Rollen
Das Ensemble von R.I.P.D. ist für eine Actionkomödie ungewöhnlich stark besetzt:
- Jeff Bridges als Roy Pulsipher, der rauhbeinige Revolverheld mit Hut, Bart und unendlich vielen Anekdoten
- Ryan Reynolds als Nick Walker, der frisch verstorbene Polizist
- Kevin Bacon als Bobby Hayes, Nicks ehemaliger Partner bei der Polizei
- Mary-Louise Parker als Proctor, die trockene Chefin im Department
- Stephanie Szostak als Julia, Nicks Frau
- Robert Knepper als Nawlicki
- James Hong als Nicks Avatar Jerry Chen
- Marisa Miller als Roys Avatar
- Mike O'Malley als Elliot
- Devin Ratray als Pulaski
Der heimliche Star ist für mich Jeff Bridges. Er spielt Roy mit so viel Lust am Übertreiben, dass jede seiner Szenen zum Ereignis wird. Mary-Louise Parker setzt als Proctor einen wunderbar trockenen Gegenpol, und das Zusammenspiel der beiden gehört zu den Höhepunkten des Films. Ryan Reynolds gibt hier eher den Geradlinigen im Duo, was ihm gut steht.
Die Avatare: der beste Running Gag des Films
Wenn du nur eine Sache aus R.I.P.D. mitnimmst, dann vermutlich die Avatare. Während Nick und Roy füreinander ganz normal aussehen, sehen die Lebenden etwas völlig anderes. Nick erscheint als älterer Herr, gespielt von James Hong, Roy als attraktive Blondine, gespielt von Marisa Miller.
Diese Idee nutzt der Film immer wieder für Situationskomik: Verhöre, Begegnungen mit alten Bekannten und Verfolgungsjagden wirken durch die Augen der Passanten plötzlich völlig absurd. Gerade wenn Nick versucht, Kontakt zu Julia aufzunehmen, bekommt der Gag eine überraschend melancholische Note. Das ist einer der Momente, in denen R.I.P.D. mehr will als reine Effektshow.
Wie gut ist R.I.P.D. wirklich?
Ehrlich gesagt: Der Film hat es bei der Kritik und beim Publikum nicht leicht gehabt. Auf TMDB steht er bei einer Wertung von 5,9 von 10, was ziemlich genau trifft, wie viele ihn wahrnehmen. Die Spezialeffekte wirken stellenweise überladen, die Handlung folgt bekannten Mustern, und der Vergleich mit anderen Geisterjäger-Komödien drängt sich auf.
Trotzdem lohnt sich ein zweiter Blick. R.I.P.D. hat ein angenehmes Tempo, verzettelt sich nicht und kommt mit 96 Minuten auf eine Laufzeit, die perfekt für einen entspannten Filmabend ist. Die Chemie zwischen Bridges und Reynolds trägt über einige Schwächen hinweg, und das Konzept einer bürokratischen Jenseitsbehörde hat einen schrägen Reiz. Mit der FSK 12 ist der Film außerdem auch für Jugendliche geeignet, die Kreaturen sind eher skurril als verstörend.
Mein Eindruck: Kein Meisterwerk, aber ein unterhaltsames Popcorn-Abenteuer, das mit niedrigen Erwartungen richtig Spaß macht.
Wo kannst du R.I.P.D. streamen?
Gute Nachricht für alle, die spontan Lust auf untote Cops haben: R.I.P.D. ist laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, bei mehreren Anbietern im Abo enthalten:
- Amazon Prime Video
- Amazon Prime Video with Ads
- WOW
- Sky Go
- Wow Fiction Amazon Channel
Wenn du bereits Prime Video nutzt, ist das der einfachste Weg. Sky-Kunden finden den Film über Sky Go, und mit WOW kommst du auch ohne langfristigen Vertrag an den Titel. Die Verfügbarkeit kann sich allerdings ändern, ein kurzer Blick vor dem Filmabend schadet also nicht.
Für wen lohnt sich der Film?
R.I.P.D. ist ideal für dich, wenn du:
- Buddy-Cop-Filme mit ungleichen Partnern magst
- Fantasy und Action lieber mit einem Augenzwinkern als bierernst siehst
- Jeff Bridges in einer seiner schrägsten Rollen erleben willst
- einen unkomplizierten Film für einen Abend mit Freunden oder der Familie suchst
Weniger glücklich wirst du, wenn du komplexe Geschichten, ausgefeilte Mythologie oder subtile Spezialeffekte erwartest. Der Film setzt klar auf Tempo, Krawall und Sprüche.
Ähnliche Filme für danach
Wenn dir die Mischung aus übernatürlichen Fällen und Komödie gefällt, bist du mit Klassikern wie Men in Black oder Ghostbusters gut bedient. Beide arbeiten mit einer geheimen Organisation, die Unerklärliches beseitigt, und beide leben vom Witz ihrer Hauptfiguren. Wer vor allem Ryan Reynolds in Action mit großer Klappe sehen möchte, wird bei Deadpool fündig, dort allerdings deutlich derber. Und wer Jeff Bridges als Westernfigur nicht genug bekommt, sollte sich True Grit anschauen, der ernster ist, aber denselben knorrigen Charme hat.
Häufige Fragen
Worum geht es in R.I.P.D.?
Der Polizist Nick Walker stirbt bei einem Einsatz und wird ins Rest-In-Peace-Department aufgenommen. Zusammen mit dem jahrhundertealten Revolverhelden Roy Pulsipher jagt er Untote auf der Erde und sucht den Mörder, der für seinen eigenen Tod verantwortlich ist.
Wer spielt in R.I.P.D. mit?
Die Hauptrollen spielen Jeff Bridges als Roy Pulsipher und Ryan Reynolds als Nick Walker. Dazu kommen Kevin Bacon als Bobby Hayes, Mary-Louise Parker als Proctor, Stephanie Szostak als Julia sowie James Hong und Marisa Miller als Avatare der beiden Helden.
Wo kann man R.I.P.D. streamen?
Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist R.I.P.D. bei Amazon Prime Video, Amazon Prime Video with Ads, WOW, Sky Go und im Wow Fiction Amazon Channel im Abo verfügbar.
Ab wie viel Jahren ist R.I.P.D. freigegeben?
Der Film hat eine Freigabe ab 12 Jahren (FSK 12).
Wie lang ist R.I.P.D.?
R.I.P.D. hat eine Laufzeit von 96 Minuten.
Wer hat bei R.I.P.D. Regie geführt?
Regie führte Robert Schwentke. In die deutschen Kinos kam der Film am 28. August 2013.
Ist R.I.P.D. heute noch einen Filmabend wert?
Ich sage ja, solange du weißt, worauf du dich einlässt. R.I.P.D. ist kein Film, über den man noch jahrelang diskutiert, aber einer, bei dem man an einem müden Abend gut abschalten kann. Jeff Bridges hat sichtlich Freude an seiner Rolle, die Idee mit den Avataren sorgt für echte Lacher, und die kurze Laufzeit verhindert, dass es langweilig wird. Da der Film gerade bei mehreren großen Streamingdiensten im Abo liegt, ist das Risiko gering. Schnapp dir Snacks, schalte den Kopf ein Stück weit aus und lass die untoten Cops ihre Arbeit machen.
