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Vorab-Kritik · Im Kino ab 26.5.2027

Star Wars: Starfighter Vorab-Kritik: Zünden Ryan Gosling und Shawn Levy den Hyperantrieb?

Amerikanische FilmeScience-Fiction-FilmeWeltraumfilme

Ryan Gosling in einem Star-Wars-Film? Vor zehn Jahren hätten wir darüber gelacht, heute zählen wir schon das Geld fürs Kinoticket ab. Star Wars: Starfighter startet am 26. Mai 2027 in den deutschen Kinos, inszeniert von Shawn Levy und mit einer Besetzung, bei der ein Teil der Fans jubelt und der andere skeptisch die Augenbraue hebt. Wir haben uns angesehen, worauf man bauen kann und wo die Falle lauern könnte.

7,5/10
Erwartete Wertung
Auf dem Papier einer der vielversprechendsten Star-Wars-Kinofilme der letzten Jahre. Die leichte, unterhaltungsorientierte Handschrift des Regisseurs kann allerdings Segen und Risiko zugleich sein.
Story
7
Schauspiel
8
Regie
7
Optik
8
Musik und Ton
8
Emotionen
7

Die Gesamtwertung ist der Durchschnitt der sechs Kriterien.

Filmdaten

Kinostart in Deutschland26.5.2027
RegieShawn Levy
BesetzungRyan Gosling, Aaron Pierre, Daniel Ings, Amy Adams, Mia Goth, Matt Smith
GenreScience-Fiction-Filme
LandAmerikanische Filme

Was wissen wir bisher über Starfighter?

Fangen wir mit dem ehrlichen Teil an: Über die Handlung von Star Wars: Starfighter wissen wir bislang nichts Konkretes, und ich werde mir auch nichts zusammenreimen. Kein verratener Twist, keine geleakte Szenenliste, nur das Wesentliche: ein amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Star-Wars-Universum, Regie führt Shawn Levy, und in die deutschen Kinos kommt er am 26. Mai 2027.

Ein paar Schlüsse lassen sich daraus trotzdem ziehen. Der Titel Starfighter ruft ganz klar die Welt der Jäger, Raumschlachten und Pilotenlegenden auf, und das ist eine der liebenswertesten Seiten von Star Wars. Man denke nur daran, wie unvergesslich es jedes Mal war, wenn X-Wings und TIE-Fighter umeinander über die Leinwand jagten. Setzt der Film tatsächlich darauf, ist das Genreversprechen eindeutig: Tempo, Adrenalin, heroische Momente.

Auch der Starttermin Ende Mai sagt einiges. Damit beginnt die Blockbuster-Saison des Sommers, und das Studio behandelt den Film offensichtlich als großen Wurf und nicht als Nebenprodukt fürs Streaming.

Gosling, Adams, Goth: eine Besetzung, mit der niemand gerechnet hat

Die größte Zugkraft von Starfighter ist zweifellos das Ensemble. Ryan Gosling ist einer dieser Schauspieler, die den stillen, innerlich brodelnden Helden geben können, wie in Drive oder Blade Runner 2049, und genauso hemmungslos komisch sein können, wie er in Barbie bewiesen hat. Genau diese Doppelnatur braucht ein guter Star-Wars-Held: Auch Han Solo war lässig und verletzlich zugleich.

Schon die Anwesenheit von Amy Adams ist ein Qualitätsversprechen. Seit Arrival wissen wir, dass sie auch einem Science-Fiction-Film Gewicht geben kann. Mia Goth wiederum ist ein spannender Exot: In Horrorfilmen wie X und Pearl hat sie eine Intensität gezeigt, bei der selbst der Hyperraum ins Zittern gerät. Bekommt sie einen Bösewicht oder eine unberechenbare Figur, könnte das richtig gut werden.

Dazu kommen Matt Smith, dem das Fantastische seit Doctor Who und House of the Dragon bekanntlich hervorragend steht, Aaron Pierre, dessen Karriere in den letzten Jahren steil nach oben zeigt, sowie Daniel Ings und Simon Bird, die man eher aus der britischen Comedy kennt. Wer wen spielt, ist nicht bekannt, deshalb halte ich mich da raus. Die Namensliste legt aber nahe, dass der Film keine Angst vor Humor hat.

Shawn Levy: ein Meister der reinen Unterhaltung am Steuer

Shawn Levy ist deshalb interessant, weil er kein Regisseur ist, der mit Autorenvisionen um sich wirft, sondern ein Profi für publikumsfreundliche Unterhaltung. Nachts im Museum, Real Steel, Free Guy und Deadpool & Wolverine zeigen alle, dass er Tempo, Humor und das große Publikum versteht. Als Produzent und Episodenregisseur von Stranger Things spricht er außerdem fließend die Sprache der Nostalgie.

Und hier wird es spannend: Haben Gosling und Levy schon zusammengearbeitet? Nein. Aber seine Filme mit Ryan Reynolds zeigen, dass er mit charismatischen, selbstironischen Stars gut umgehen kann. Mit Gosling könnte diese Chemie ebenfalls funktionieren.

Die Frage ist, wie viel Leichtigkeit Star Wars verträgt. Die besten Momente der Reihe entstanden immer dort, wo hinter dem Abenteuer echte Fallhöhe und Mythos steckten. Levys Filme unterhalten, sind aber selten tiefgründig. Wird Starfighter einfach ein gut gemachter Popcornfilm, ist das schon ein Erfolg, doch die Fans wünschen sich mehr.

Warum der Film richtig gut werden könnte

Hinzu kommt: Nach der Kinopause von Star Wars ist jeder neue Film ein Ereignis, und diese Stimmung allein hebt das Erlebnis schon an.

Wo der Hyperantrieb stottern könnte

Es wäre unehrlich, die Risiken zu verschweigen. Erstens: zu viele Witze. Ein mit britischen Komikern gespicktes Ensemble und Levys Humor können den Film leicht in eine Richtung kippen, in der die Fallhöhe verdampft und jeder ernste Moment von einer Pointe erschlagen wird. Ein Teil der Marvel-Filme ist genau in diese Falle getappt.

Zweitens: Die Star-Wars-Fangemeinde ist berüchtigt gespalten. Egal wie gut ein Film wird, irgendwer ist garantiert zutiefst beleidigt. Eine neue, eigenständige Geschichte ist weniger belastet, aber das Verhältnis zum Kanon bleibt immer ein heikles Thema.

Drittens: zu viele Stars. Wenn alle groß genug sind, um eine eigene große Szene zu bekommen, droht der Film zu zerfasern. Mia Goth und Amy Adams sind keine Schauspielerinnen für Nebenrollen, und ich bin gespannt, ob das Drehbuch allen genug Raum lässt.

Für wen ist der Film?

Wenn er dir gefällt, schau auch: Rogue One: A Star Wars Story (2016), Solo: A Star Wars Story (2018), Guardians of the Galaxy (2014), Top Gun: Maverick (2022), Free Guy (2021)

Häufige Fragen

Wann startet Star Wars: Starfighter in Deutschland?

Der Film kommt am 26. Mai 2027 in die deutschen Kinos.

Wer führt bei Star Wars: Starfighter Regie?

Regie führt Shawn Levy, bekannt unter anderem durch Nachts im Museum, Free Guy und Deadpool & Wolverine.

Wer spielt in Star Wars: Starfighter mit?

Zur Besetzung gehören Ryan Gosling, Aaron Pierre, Daniel Ings, Amy Adams, Mia Goth, Matt Smith und Simon Bird.

Welches Genre hat Star Wars: Starfighter?

Ein amerikanischer Science-Fiction-Kinofilm, der im Star-Wars-Universum spielt.

Worum geht es in Star Wars: Starfighter?

Details zur Handlung sind noch nicht bekannt. Der Titel deutet darauf hin, dass Jäger und Piloten im Mittelpunkt stehen könnten, das ist aber vorerst nur eine Vermutung.

Sollte man sich den 26. Mai 2027 schon jetzt im Kalender anstreichen?

Ich finde: ja. Star Wars: Starfighter bringt auf dem Papier alles Gute mit. Einen frischen Ausgangspunkt, der nicht von Nostalgie lebt, ein außergewöhnlich starkes Ensemble und einen Regisseur, der genau weiß, wie man einen vollen Kinosaal unterhält. Gosling könnte als Hauptfigur sogar zum neuen Gesicht des Franchise werden, und Mia Goth und Matt Smith könnten der Galaxis Farben verleihen, die man dort lange nicht gesehen hat.

Bleibt die Frage, ob Levy sich traut, etwas ernster zu werden, als man es von seiner Filmografie erwarten würde. Kommen zum Humor echte Fallhöhe und Gefühl hinzu, könnte das der Star-Wars-Film werden, der die Fans wieder vereint. Wenn nicht, bekommen wir immer noch einen spektakulären, unterhaltsamen Sommerfilm. Meine vorläufige Erwartung ist vorsichtig optimistisch: 7,5/10, und ich lasse mich gern nach oben korrigieren.

Erwartete Wertung: 7,5/10 · Story 7 · Schauspiel 8 · Regie 7 · Optik 8 · Musik und Ton 8 · Emotionen 7