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Ratgeber · Aktualisiert: 9.10.2026 · Quelle: TMDB

The Dirt: Das wilde Mötley-Crüe-Biopic auf Netflix

The Dirt ist das Biopic über Mötley Crüe, die vielleicht lauteste und verrückteste Band der 80er. Regisseur Jeff Tremaine schickt dich mitten hinein in Haarspray, Whiskey und Motorradlärm. Und dann zeigt er dir, was nach der Party übrig bleibt.

Wer bei Rockbiografien an brave Erfolgsgeschichten mit ein bisschen Drama denkt, wird von The Dirt ordentlich durchgeschüttelt. Der Film aus dem Jahr 2019, in Deutschland mit dem Zusatz Sie wollten Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll erschienen, nimmt seinen Untertitel ziemlich wörtlich. Hier wird gefeiert, gesoffen und zerstört, als gäbe es kein Morgen. Und genau das macht den Reiz aus: Der Film versucht gar nicht erst, Mötley Crüe sympathischer zu machen, als sie waren.

Gleichzeitig ist The Dirt mehr als eine Aneinanderreihung von Skandalen. Zwischen den hedonistischen Höhenflügen schleichen sich echte Tiefschläge ein, und dann wird es plötzlich still in diesem sonst so lauten Film. Hier erfährst du, worum es geht, wer wen spielt, wo du das Biopic streamen kannst und ob es was für dich ist.

The Dirt - Sie wollten Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll Poster

The Dirt - Sie wollten Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll (2019)

Jeff Tremaine · Colson Baker (Tommy Lee), Douglas Booth (Nikki Sixx), Daniel Webber (Vince Neil), Iwan Rheon (Mick Mars), Pete Davidson (Tom Zutaut), David Costabile (Doc McGhee), Aaron Jay Rome (Kayla's Boyfriend), Alyssa Marie Stilwel · 108 Min. · TMDB 7,4/10 · Streaming: Netflix, Netflix Standard with Ads

Worum geht es in The Dirt?

Im Mittelpunkt steht die Glam-Metal-Band Mötley Crüe, die in den 80ern zu den großen Namen des Hard Rock gehörte. Die Besetzung: Bassist Nikki Sixx, Drummer Tommy Lee, Gitarrist Mick Mars und Sänger Vince Neil. Vier Typen, die sich zusammenfinden und schnell merken, dass sie auf der Bühne eine Wucht sind.

Bekannt wurde die Band durch Hits wie Kickstart My Heart, berüchtigt aber vor allem durch das, was hinter der Bühne passierte. Drogenexzesse, Sexorgien, Verkehrsunfälle und Liebschaften mit Playmates gehörten zum Alltag. Kaum eine Band hat den Rock-’n’-Roll-Lebensstil so konsequent gelebt. Ihre Leidenschaft für Whiskey, Stripclubs und Motorräder floss direkt in die Songs ein.

Doch der Film zeigt auch die Kehrseite. Zwischen all dem Rausch muss die Band Schicksalsschläge verkraften, die sie an ihre Grenzen bringen. Gerade diese Momente geben The Dirt mehr Gewicht, als man nach den ersten wilden Minuten erwarten würde.

Besetzung und Rollen: Wer spielt wen?

Die Besetzung ist eine der großen Stärken des Films, weil die vier Hauptdarsteller als Band wirklich funktionieren. Hier die wichtigsten Rollen:

Außerdem dabei sind Alyssa Marie Stilwell als Kayla, Aaron Jay Rome als Kaylas Freund, Brittany Furlan als Biker Chick und Trace Masters als achtjähriger Frank Feranna Jr.

Besonders spannend ist Iwan Rheon, den viele noch als Ramsay Bolton aus Game of Thrones im Kopf haben. Als Mick Mars ist er der trockene, leicht genervte Ruhepol der Band und sorgt für einige der besten Lacher. Colson Baker bringt als Tommy Lee eine fast kindliche Begeisterung mit, die ansteckt. Und Douglas Booth trägt als Nikki Sixx die düstersten Passagen des Films.

Regie, Laufzeit und Ton des Films

Regie führte Jeff Tremaine, und das merkt man. Der Film hat diesen respektlosen, krawalligen Humor, der eher nach Kumpelabend als nach seriösem Musikerporträt klingt. Die Genre-Mischung aus Drama, Musikfilm und Komödie trifft es gut: Du lachst oft, schüttelst den Kopf noch öfter, und an ein paar Stellen bleibt dir das Lachen im Hals stecken.

Mit 108 Minuten Laufzeit ist The Dirt angenehm kompakt. Es gibt kaum Leerlauf, die Szenen jagen sich, ganz im Tempo eines Bandlebens, in dem ein Exzess den nächsten ablöst. Wer lange, ruhige Charakterstudien mag, findet hier eher ein Musikvideo mit Geschichte. Mir gefällt genau das, weil es zur Band passt.

Wo kann man The Dirt streamen?

The Dirt kannst du laut JustWatch, Stand 09.10.2026, bei Netflix streamen. Das gilt sowohl für die regulären Abos als auch für das günstigere Abo Netflix Standard mit Werbung. Wenn du also ohnehin Netflix hast, steht dir der Film ohne Zusatzkosten zur Verfügung.

Streamingkataloge ändern sich allerdings regelmäßig. Schau im Zweifel kurz in der App nach, ob der Film zu dem Zeitpunkt, an dem du ihn sehen willst, noch im Angebot ist.

Für wen lohnt sich The Dirt?

Ganz klar: Wer Mötley Crüe, Glam Metal oder die 80er-Rockszene liebt, wird mit The Dirt seinen Spaß haben. Der Film lebt von Haarspray, Leder und Lautstärke und feiert diese Ära mit sichtbarer Freude.

Aber auch ohne Fanbrille funktioniert das Biopic, wenn du schräge Ensemblefilme magst. Die Band wirkt wie eine chaotische Clique, der du fasziniert dabei zusiehst, wie sie alles falsch macht. Mit einer TMDb-Wertung von 7,4 kommt der Film beim Publikum auch ziemlich gut an.

Weniger geeignet ist The Dirt für alle, die mit expliziten Szenen, Drogenkonsum und derbem Humor wenig anfangen können. Der Film geht da bewusst keine Kompromisse ein. Für einen gemütlichen Familienabend ist das definitiv die falsche Wahl.

Was macht das Mötley-Crüe-Biopic besonders?

Viele Musikbiografien wirken, als hätte die Band selbst das Drehbuch abgenickt und alle Ecken abgeschliffen. The Dirt geht den anderen Weg. Die Musiker kommen oft als unerträgliche Egomanen rüber, und gerade das wirkt ehrlich.

Spannend ist auch, wie der Film mit der Perspektive spielt. Die Bandmitglieder kommentieren das Geschehen immer wieder, als würden sie dir ihre Geschichte persönlich am Tresen erzählen. Das sorgt für Nähe und gibt dem Chaos eine Struktur. Dazu kommt natürlich die Musik: Kickstart My Heart und Co. sind laut, eingängig und geben dem Film einen ordentlichen Schub.

Die stärksten Momente sind aber die leisen. Wenn die Schicksalsschläge kommen, verliert die Party schlagartig ihren Glanz, und du merkst, welchen Preis dieser Lebensstil hatte.

Ähnliche Filme wie The Dirt

Wenn dich The Dirt gepackt hat, lohnt sich ein Blick auf andere Musik-Biopics, die den Aufstieg und Fall von Rockstars zeigen. Allen voran Bohemian Rhapsody über Queen und Rocketman über Elton John. Beide sind deutlich glatter und hymnischer, bieten aber ebenfalls die Mischung aus Glamour und persönlichem Absturz.

Wer dagegen den derben Humor mochte, sollte sich This Is Spinal Tap anschauen, die legendäre Mockumentary über eine fiktive Metalband. Da fühlt sich manches fast wie eine Vorlage für das echte Leben von Mötley Crüe an.

Häufige Fragen

Ist The Dirt eine wahre Geschichte?

Ja, The Dirt ist ein Biopic über die reale Band Mötley Crüe mit Nikki Sixx, Tommy Lee, Mick Mars und Vince Neil. Wie bei jedem Spielfilm sind die Ereignisse für die Leinwand dramatisiert.

Wo kann ich The Dirt streamen?

Laut JustWatch, Stand 09.10.2026, läuft The Dirt bei Netflix, auch im Abo Netflix Standard mit Werbung.

Wer spielt Tommy Lee in The Dirt?

Tommy Lee wird von Colson Baker gespielt. Douglas Booth ist Nikki Sixx, Daniel Webber spielt Vince Neil und Iwan Rheon Mick Mars.

Wie lang ist The Dirt?

Der Film hat eine Laufzeit von 108 Minuten.

Wer hat bei The Dirt Regie geführt?

Regie führte Jeff Tremaine. Der Film erschien 2019.

Bist du bereit für die lauteste Band der 80er?

The Dirt ist laut, geschmacklos, oft urkomisch und an den richtigen Stellen überraschend traurig. Wenn du Lust auf einen Rockfilm hast, der sich nicht um Benimmregeln schert, ist das genau dein Abend. Dreh die Lautstärke hoch, schnapp dir was zu trinken und lass Mötley Crüe für knapp zwei Stunden dein Wohnzimmer übernehmen. Danach hast du garantiert Kickstart My Heart im Ohr.

Datenquelle: The Movie Database (TMDB), Streaming-Angaben laut JustWatch, Stand 9.10.2026.