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Ratgeber · Aktualisiert: 9.10.2026 · Quelle: TMDB

The Weather Man: Nicolas Cage als Wettermann in der Lebenskrise

The Weather Man ist einer dieser Filme, die man nach dem Abspann nicht so schnell loswird. Nicolas Cage spielt einen Fernseh-Wettermann aus Chicago, der beruflich alles erreicht hat und privat kaum etwas im Griff hat. Gore Verbinski erzählt das als leise, oft schmerzhaft komische Tragikomödie.

Wer bei Nicolas Cage sofort an Actionkracher und wilde Ausraster denkt, wird bei The Weather Man überrascht. Der Film aus dem Jahr 2005, in Deutschland am 2. März 2006 im Kino gestartet, zeigt Cage von einer stillen, verletzlichen Seite. Er spielt David Spritz, einen Mann, der jeden Abend vor der Kamera steht und das Wetter ansagt, aber für sein eigenes Leben keine Vorhersage hinbekommt.

Regie führte Gore Verbinski, an seiner Seite steht Michael Caine als strenger Vater. Herausgekommen ist eine Mischung aus Komödie und Drama, die eher zum Nachdenken einlädt als zum lauten Lachen. Hier erfährst du, worum es geht, wer mitspielt, für wen sich der Film lohnt und wie es mit der Verfügbarkeit im Stream aussieht.

The Weather Man Poster

The Weather Man (2005)

Gore Verbinski · Nicolas Cage (David Spritz), Michael Caine (Robert Spritzel), Hope Davis (Noreen), Gemmenne de la Peña (Shelly Spritzel), Nicholas Hoult (Mike Spritzel), Michael Rispoli (Russ), Gil Bellows (Don), Judith McConnell (Laure · 102 Min. · TMDB 6,1/10 · Streaming: derzeit in keinem Abo

Worum geht es in The Weather Man?

David Spritz ist in Chicago eine kleine Berühmtheit. Als Wettermann im Fernsehen arbeitet er gerade mal zwei Stunden am Tag und kassiert dafür ein sechsstelliges Gehalt. Dazu winkt die große Chance: Er gilt als aussichtsreicher Kandidat für den begehrten Posten als Meteorologe einer großen landesweiten Morning Show. Von außen betrachtet ist das ein Leben, von dem viele träumen.

Hinter der Fassade sieht es allerdings anders aus. Seine Frau Noreen hat sich von ihm scheiden lassen, seine Kinder Shelly und Mike gehen ihm eher aus dem Weg, und selbst sein Vater Robert, ein mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Schriftsteller, nimmt ihn nicht ernst. David versucht verzweifelt, irgendwie alles zusammenzuhalten, und merkt dabei, wie wenig er eigentlich kontrollieren kann.

Der Film lebt von genau diesem Gegensatz. Ausgerechnet der Mann, dessen Job Prognosen sind, stolpert planlos durch seinen Alltag. Dazu kommt, dass Menschen auf der Straße ihn erkennen und ihm ihren Frust gerne mal in Form von Fast Food entgegenschleudern. Diese absurden Momente sind komisch, aber sie tun auch ein bisschen weh, und genau das macht den Reiz aus.

Besetzung und Rollen

Das Ensemble ist kleiner, als man bei einem Hollywood-Film erwarten würde, und das passt zur intimen Geschichte. Die wichtigsten Rollen im Überblick:

Spannend ist schon der Unterschied bei den Nachnamen: Der Vater heißt Spritzel, David nennt sich vor der Kamera Spritz. Ein kleines Detail, das viel darüber erzählt, wie sehr er sich ein eigenes Image zurechtgebastelt hat.

Nicolas Cage und Michael Caine: das Herz des Films

Die stärksten Szenen gehören den beiden Hauptdarstellern. Cage spielt David nicht als Witzfigur, sondern als jemanden, der es wirklich gut meint und trotzdem ständig danebenliegt. Man ertappt sich dabei, gleichzeitig über ihn zu lachen und mit ihm zu leiden. Das ist eine ziemlich feine Balance, und Cage trifft sie erstaunlich oft.

Michael Caine ist der ruhende Gegenpol. Sein Robert ist ein Mann, der viel erreicht hat und von seinem Sohn mehr erwartet als Wetterkarten und Fernsehlächeln. Die Gespräche zwischen den beiden sind wortkarg, manchmal fast unangenehm still, und gerade deshalb so stark. Wer Vater-Sohn-Geschichten mag, findet hier einige echte Volltreffer.

Ein netter Bonus für heutige Zuschauer: Nicholas Hoult ist hier noch als Teenager zu sehen. Seine Rolle als Mike ist klein, aber wichtig, weil sie zeigt, wie Davids Probleme längst auf die nächste Generation abfärben.

Die Stimmung: Komödie mit grauem Himmel

Wer bei Gore Verbinski nur an bunte Blockbuster denkt, sollte die Erwartungen anpassen. The Weather Man ist leise, melancholisch und spielt im winterlichen Chicago, wo alles irgendwie kalt und grau wirkt. Diese Atmosphäre ist kein Zufall, sie spiegelt Davids Innenleben ziemlich direkt.

Der Humor ist trocken und oft unangenehm. Du lachst, weil eine Situation so peinlich ist, nicht weil eine Pointe sitzt. Wer schnelle Gags und ein klassisches Happy End erwartet, könnte enttäuscht sein. Wer dagegen Filme schätzt, die ehrlich über Scheitern, Erwartungen und das Erwachsenwerden mit über vierzig erzählen, bekommt hier etwas Besonderes.

Mit 102 Minuten Laufzeit ist der Film angenehm kompakt. Die FSK hat ihn ab 6 Jahren freigegeben, wirklich interessant wird er aber für Erwachsene, die selbst wissen, wie sich Lebensentwürfe anfühlen, die nicht ganz aufgehen.

Wo kann man The Weather Man streamen?

Laut JustWatch ist The Weather Man (Stand 9. Oktober 2026) aktuell in keinem Flatrate-Abo in Deutschland gelistet. Du findest ihn also gerade bei keinem der großen Streamingdienste im Abo.

Das kann sich natürlich jederzeit ändern, denn Lizenzen wechseln regelmäßig. Wenn du den Film sehen möchtest, lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf JustWatch oder die Suchfunktion deines Streamingdienstes. Alternativ kannst du nach einer DVD oder Blu-ray Ausschau halten oder prüfen, ob der Film als Kauf- oder Leihtitel in den bekannten Online-Videotheken angeboten wird.

Für wen lohnt sich der Film?

Ganz ehrlich: The Weather Man ist kein Film für jeden Abend. Er passt perfekt, wenn dir nach etwas Ruhigem mit Tiefgang ist. Besonders lohnt er sich für dich, wenn du

Weniger geeignet ist er, wenn du einen leichten Feel-Good-Film suchst. Die TMDB-Bewertung von 6,1 spiegelt ganz gut wider, dass der Film polarisiert: Manche finden ihn zu sperrig, andere halten ihn für eine der unterschätzten Perlen in Cages Karriere. Ich gehöre klar zur zweiten Gruppe.

Ähnliche Filme für danach

Wenn dich die Stimmung von The Weather Man gepackt hat, findest du ähnliche Töne in anderen Tragikomödien über Menschen in der Sinnkrise:

Alle drei teilen diese Mischung aus Lachen und Schlucken, die auch Verbinskis Film auszeichnet.

Häufige Fragen

Wer spielt in The Weather Man mit?

Die Hauptrolle des Wettermanns David Spritz spielt Nicolas Cage. Michael Caine ist als sein Vater Robert Spritzel zu sehen, Hope Davis als Ex-Frau Noreen. Die Kinder spielen Gemmenne de la Peña (Shelly) und Nicholas Hoult (Mike).

Wer hat bei The Weather Man Regie geführt?

Regie führte Gore Verbinski. Der Film stammt aus dem Jahr 2005 und kam am 2. März 2006 in die deutschen Kinos.

Wie lang ist The Weather Man und ab wie viel Jahren ist er freigegeben?

Der Film läuft 102 Minuten und ist von der FSK ab 6 Jahren freigegeben.

Ist The Weather Man auf Netflix oder einem anderen Streamingdienst?

Laut JustWatch, Stand 9. Oktober 2026, ist The Weather Man aktuell in keinem Flatrate-Abo in Deutschland gelistet.

Ist The Weather Man eine Komödie oder ein Drama?

Beides. Der Film verbindet trockenen, oft peinlich komischen Humor mit einer ernsten Geschichte über Familie, Scheitern und Erwartungen. Man kann ihn gut als Tragikomödie bezeichnen.

Lohnt sich The Weather Man heute noch?

Auf jeden Fall, wenn du offen für einen ruhigen, ehrlichen Film bist. The Weather Man erzählt von einem Mann, der äußerlich alles hat und innerlich nach Halt sucht, und genau das macht ihn zeitlos. Nicolas Cage und Michael Caine tragen die Geschichte mit viel Feingefühl, und Gore Verbinski findet für das winterliche Chicago genau die richtige Stimmung. Halte die Augen offen, ob der Film bald wieder im Abo auftaucht, und gönn ihn dir an einem grauen Abend mit einer Tasse Tee. Er passt erstaunlich gut zu jedem Wetter, das nicht ganz so läuft wie vorhergesagt.

Datenquelle: The Movie Database (TMDB), Streaming-Angaben laut JustWatch, Stand 9.10.2026.