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Vorab-Kritik · Im Kino ab 19.11.2026

The Weight – Im Goldrausch Kritik vorab: Ethan Hawke und Russell Crowe schleppen Gold durch die Hölle

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Ein Gefangener, ein Sack voll Gold und eine Gruppe von Männern, denen niemand über den Weg trauen sollte: Ein älteres Kinorezept lässt sich kaum finden, und genau deshalb könnte es funktionieren. The Weight – Im Goldrausch startet am 19. November 2026 in den deutschen Kinos, und auf der Besetzungsliste stehen mit Ethan Hawke und Russell Crowe zwei Namen, für die sich selbst ein mittelmäßiges Drehbuch lohnen würde. Bleibt die Frage, ob Regisseur Padraic McKinley mehr daraus macht als einen weiteren soliden, aber schnell vergessenen Überlebensfilm in der Wildnis.

6,7/10
Erwartete Wertung
Auf dem Papier ein straffer, gnadenloser und figurengetriebener Actionfilm, der mit seinen Darstellern und seinem Gespür für Spannung stehen oder fallen wird.
Story
6
Schauspiel
8
Regie
6
Optik
7
Musik und Ton
6
Emotionen
7

Die Gesamtwertung ist der Durchschnitt der sechs Kriterien.

The Weight – Im Goldrausch: Trailer

Filmdaten

OriginalThe Weight
Kinostart in Deutschland19.11.2026
RegiePadraic McKinley
BesetzungGeorge Burgess, Ethan Hawke, Russell Crowe, Julia Jones, Austin Amelio, Avi Nash
GenreActionfilme
FSK16
LandKanadische Filme, Amerikanische Filme, Deutsche Filme

Gold im Sack, Messer im Rücken: Worum geht es?

Im Mittelpunkt steht Samuel, der von seiner Tochter getrennt und hinter Gitter gebracht wird. Dann folgt der klassische Pakt mit dem Teufel: Der Gefängnisdirektor macht ihm ein Angebot. Gemeinsam mit anderen gefährlichen Häftlingen soll er Gold aus einer abgelegenen Mine schmuggeln, und wenn das gelingt, bekommt er seine Freiheit zurück. Mehr Ausgangslage braucht es nicht, und ehrlich gesagt reicht das auch völlig.

Der Weg der Truppe führt durch eine unbarmherzige Wildnis, doch der größte Feind soll nicht die Landschaft sein. Misstrauen, Gier und Gewalt nisten sich mitten in der Gruppe ein. Samuel muss sich also nicht nur gegen Kälte und Entfernung behaupten, sondern auch gegen die Leute, die neben ihm marschieren. Und es geht ihm nicht ums Gold, sondern um sein Kind, zu dem er unbedingt zurück will.

Solche Geschichten leben vom Misstrauen. Wenn jeder verdächtig ist, wird jeder Blick und jeder beiläufige Satz zur Waffe. Ist das Drehbuch klug genug, kann daraus ein Kammerspiel unter freiem Himmel werden, kräftig mit Schießpulver gewürzt. Wenn nicht, bleibt ein vorhersehbares Ausscheidungsspiel, bei dem man schon ahnt, wer als Nächstes dran ist.

Hawke und Crowe: zwei Schwergewichte in einem Ring

Fangen wir mit dem an, was die meisten aufhorchen lässt: Ethan Hawke und Russell Crowe in einem Film. Hawke hat sich in den letzten Jahren als Spezialist für gebrochene, innerlich zerrissene Figuren etabliert, und spätestens seit Training Day wissen wir, dass er sich auch auf dem schmalen Grat zwischen Schuld und Moral wohlfühlt. Crowe wiederum steht seit Gladiator für pure körperliche Präsenz, und Todeszug nach Yuma hat gezeigt, wie gut er in Geschichten aufgehoben ist, die in kargen, gewalttätigen Landschaften spielen.

Wer genau wen spielt, lasse ich an dieser Stelle offen, denn verlässliche offizielle Angaben dazu habe ich nicht. Eines lässt sich aber ruhig sagen: Schauspieler dieses Kalibers nehmen selten Rollen an, in denen es nichts zu spielen gibt. Allein dass die beiden sich die Leinwand teilen, verspricht Szenen, in denen einem die Luft wegbleibt.

Im Ensemble finden sich außerdem George Burgess, Julia Jones, Austin Amelio, Avi Nash, Lucas Lynggaard Tønnesen und Sam Hazeldine. Austin Amelio dürften viele aus The Walking Dead kennen, und wenn der Film die Karten geschickt verteilt, könnten gerade die weniger berühmten Gesichter die unberechenbarsten Figuren werden. In einer Geschichte über Verrat kommen die besten Wendungen schließlich oft nicht von den großen Namen.

Der Regisseur, auf dem jetzt alles lastet

Padraic McKinley dürfte dem breiten Publikum weniger geläufig sein als seine Hauptdarsteller, und genau das macht das Projekt spannend. In einem Film wie diesem muss die Regie zwei Dinge gleichzeitig leisten: Man muss die Bedrohung durch die Landschaft spüren und zugleich das langsame Brodeln innerhalb der Gruppe. Erdrückt das eine das andere, wird der Film entweder ein hübscher, aber leerer Naturfilm oder ein klaustrophobisches Drama, das die Wildnis gar nicht bräuchte.

Die kanadisch-amerikanisch-deutsche Koproduktion deutet auf einen internationalen Hintergrund hin, und das Setting lässt auf beeindruckende, kalte Totalen hoffen. Die besten Vertreter des Genres, etwa The Revenant, haben bewiesen, dass die Natur selbst zur Figur werden kann. Ich bin gespannt, in welche Richtung McKinley geht: eher ins Spektakuläre oder ins Psychologische.

Was könnte diesen Film zur Überraschung des Jahres machen?

Die Grundidee ist zeitlos. Seit Der Schatz der Sierra Madre wissen wir, dass Gold und Misstrauen zu den explosivsten Mischungen der Filmgeschichte gehören. Tarantino hat daraus in The Hateful 8 ein Meisterwerk gemacht, eingesperrt in einer Hütte, und The Weight versucht dasselbe nun draußen unter freiem Himmel. Ein paar Gründe, warum ich zuversichtlich bin:

Wo es schiefgehen könnte

Ich will kein Spielverderber sein, aber über die Risiken muss man reden. Die größte Falle solcher Filme ist Vorhersehbarkeit. Wer in den ersten zwanzig Minuten errät, wer wen verraten wird, verliert jede Spannung. Nach allem, was bekannt ist, setzt der Film auf Gier und Argwohn, eine hervorragende Grundlage, aber nur, wenn das Drehbuch wirklich überraschen kann.

Die zweite Gefahr: Die Stars könnten die Geschichte erdrücken. Sind Hawke und Crowe bloß Plakatschmuck und bekommen kaum Leinwandzeit, wird das Publikum enttäuscht sein. Und es gibt eine dritte: Überlebensfilme in der Wildnis rutschen leicht in eine monotone, grau-blaue Optik ab, in der jede Szene gleich aussieht. Ich hoffe, McKinley gibt seinen Bildern Rhythmus und Abwechslung.

Auch das Etikett Actionfilm ist zweischneidig. Behandeln die Macher Gewalt nur als Schauwert, geht das moralische Gewicht der Geschichte verloren. In den besten Filmen dieser Art tut Gewalt weh, statt zu unterhalten.

Für wen ist der Film?

Wenn er dir gefällt, schau auch: The Revenant (2015), The Hateful 8 (2015), Todeszug nach Yuma (2007), Der Schatz der Sierra Madre (1948)

Häufige Fragen

Wann startet The Weight – Im Goldrausch in den deutschen Kinos?

Der Kinostart in Deutschland ist am 19. November 2026.

Worum geht es in The Weight – Im Goldrausch?

Samuel wird von seiner Tochter getrennt und ins Gefängnis gesteckt. Der Direktor bietet ihm die Freiheit an, wenn er gemeinsam mit anderen gefährlichen Häftlingen Gold aus einer abgelegenen Mine schmuggelt. Unterwegs werden jedoch Verrat und Gewalt innerhalb der Gruppe zur größten Gefahr.

Wer spielt in The Weight – Im Goldrausch mit?

Zur Besetzung gehören Ethan Hawke, Russell Crowe, George Burgess, Julia Jones, Austin Amelio, Avi Nash, Lucas Lynggaard Tønnesen und Sam Hazeldine.

Wer hat bei The Weight – Im Goldrausch Regie geführt?

Regie führte Padraic McKinley.

Welches Genre hat der Film und woher stammt er?

Es ist ein Actionfilm, entstanden als kanadisch-amerikanisch-deutsche Koproduktion.

Lohnt sich das Ticket für diesen Goldtransport durch die Wildnis?

Wenn ihr mich fragt: ja, diesen Film solltet ihr euch für November vormerken. Nicht weil ein Meisterwerk garantiert ist, sondern weil alle Zutaten dafür vorhanden sind. Eine starke, archaische Ausgangslage, ein persönlicher Einsatz, zwei großartige Schauspieler und ein Genre, das in guten Händen zugleich grausam und zutiefst menschlich sein kann. Meine Erwartung liegt klar über solidem Mittelmaß, mit dem Zusatz, dass daraus eine der angenehmen Überraschungen dieses Herbstes werden kann, wenn das Drehbuch zu überraschen weiß. Und falls nicht, bekommen wir immer noch zwei Veteranen, die auch in Kälte, Schlamm und Blut genau wissen, was sie tun. Das allein ist heutzutage schon eine Menge wert.

Erwartete Wertung: 6,7/10 · Story 6 · Schauspiel 8 · Regie 6 · Optik 7 · Musik und Ton 6 · Emotionen 7