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Vorab-Kritik · Im Kino ab 26.6.2025

Heidi - Die Legende vom Luchs Kritik: Bergabenteuer für die Allerkleinsten

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Heidi ist zurück in den Bergen, und diesmal hütet sie keine Ziegen, sondern rettet ein Luchsjunges. Die deutsch-spanisch-belgische Animationskoproduktion, die am 26. Juni 2025 in den deutschen Kinos gestartet ist, schickt das klassische Alpenmädchen in ein rundes, kindgerechtes Naturschutzabenteuer. Ich habe den Film selbst noch nicht gesehen, aber Inhaltsangabe, Genre und Zielgruppe zeichnen ziemlich klar vor, was man erwarten darf.

6,3/10
Erwartete Wertung
Ein sanfter, kurzer und gut gemeinter Familienfilm für die Kleinsten. Eine Revolution würde ich nicht erwarten, einen gemütlichen Kinonachmittag aber schon.
Story
6
Schauspiel
6
Regie
6
Optik
7
Musik und Ton
6
Emotionen
7

Die Gesamtwertung ist der Durchschnitt der sechs Kriterien.

Filmdaten

Kinostart in Deutschland26.6.2025
RegieAizea Roca Berridi, Toby Schwarz
GenreAnimationsfilme für die ganze Familie
Laufzeit79 Min.
FSK0
LandDeutsche Filme, Spanische Filme, Belgische Filme

Worum geht es? Ein Mädchen, eine Hütte und ein Junges in Not

Heidi lebt mit ihrem Großvater in einer Hütte in den Bergen. Diese Konstellation kennt jeder, der dem Mädchen in seiner Kindheit begegnet ist. Auch der Ausgangspunkt ist freundlich: Heidis Freundin Clara lädt sie ein, gemeinsam einen Sommer zu verbringen. Doch die Pläne der beiden werden von einem verletzten Luchsjungen durchkreuzt, das Heidi unter ihre Fittiche nimmt und gesund pflegt.

Der kleine Luchs muss allerdings zurück zu seiner Familie in den Bergen. Heidi und Peter beschließen, ihren neuen Freund ohne das Wissen des Großvaters nach Hause zu bringen, und das ist für sich schon ein guter Kinderfilmmotor: ein Geheimnis, Verantwortung, Abenteuer. Für zusätzliche Spannung sorgt ein gieriger Geschäftsmann, der in den Bergen ein Sägewerk bauen will und dem Luchs Fallen stellt. Ab da steht nicht mehr nur ein Tier auf dem Spiel, sondern das Dorf und die ganze umliegende Natur.

Mehr verrate ich nicht, und ehrlich gesagt könnte ich es auch nicht: Das oben ist alles, was die offizielle Inhaltsangabe preisgibt. Das Ende kenne ich nicht, aber bei einem Familienanimationsfilm für die Jüngsten braucht man keine hellseherischen Fähigkeiten, um die Richtung zu ahnen.

Heidi im neuen Fell: Warum ausgerechnet ein Luchs?

Was mir an der Grundidee wirklich gefällt, ist die Wahl des Luchses. Kein typisches Zeichentrick-Klischeetier wie Eichhörnchen oder Häschen, sondern ein geheimnisvoller, selten gesehener Räuber, der aus Kinderaugen zugleich unheimlich und bezaubernd wirkt. Ein animiertes Luchsjunges ist praktisch eine garantierte Niedlichkeitsbombe, und das wissen die Macher ganz genau.

Die zweite kluge Entscheidung: Die Alpenidylle des klassischen Heidi-Stoffs wird mit einem sehr aktuellen Thema verknüpft, dem Schutz der Natur. Sägewerk und Fallen sind eindeutige Bösartigkeiten, die auch Kinder sofort verstehen, ohne komplizierte politische Erklärungen. Für einen Sechsjährigen ist das genau der richtige Konflikt: Die einen lieben die Berge, die anderen wollen Geld mit ihnen machen.

Darin liegt natürlich auch das Risiko: Der gierige Geschäftsmann als Bösewicht ist die abgenutzteste Karte im Familienanimationsfilm. Bekommt er nicht ein bisschen Humor oder Persönlichkeit, wird er schnell zum Pappkameraden, bei dem nur die Allerkleinsten mitfiebern.

Zwei Regisseure, drei Länder

Regie führen Aizea Roca Berridi und Toby Schwarz, produziert wurde der Film als Gemeinschaftsarbeit aus Deutschland, Spanien und Belgien. Dieses europäische Koproduktionsmodell hat in den letzten Jahren viele solide Familienanimationen mit mittlerem Budget hervorgebracht, die gar nicht erst mit den großen amerikanischen Studios konkurrieren wollen, sondern lieber ihr eigenes, ruhigeres Tempo gehen.

Daraus ergibt sich auch die Erwartung: Vermutlich kommt hier nicht der glänzende Hollywood-Stil mit zehn Gags pro Sekunde, sondern ein ruhigeres, liebenswerteres Märchen, das der Landschaft und den Figuren mehr Zeit lässt. Das mag ich ausdrücklich, gerade bei jüngeren Zuschauern, die von überdrehten Animationsfilmen oft eher erschöpft als unterhalten werden.

79 Minuten: genau richtig oder zu wenig?

Der Film dauert 79 Minuten, und das ist für mich ein klarer Pluspunkt. Die Aufmerksamkeit von Kita- und Grundschulkindern hält selten zwei Stunden durch. Hier passen Werbeblock und Popcorn locker hinein, und selbst die Toilettenpause wird nicht zum Drama. Auch für Eltern ist ein Film wohltuend, der sich nicht über seine eigene Geschichte hinaus streckt.

Die kurze Laufzeit bedeutet aber auch, dass für Tiefe bei den Figuren wenig Raum bleibt. Heidi, Peter, Clara, der Großvater, der Luchs und der Bösewicht: Bei so vielen Figuren bekommt in 79 Minuten wahrscheinlich jede nur einen gut erkennbaren Charakterzug. Claras Einladung und der gemeinsame Sommer könnten neben der Luchsrettung leicht in den Hintergrund rücken. Ich bin gespannt, wie viel Gewicht der Freundschaftsstrang am Ende behält.

Wo könnte es haken?

Man sollte dabei aber nicht vergessen: Dieser Film ist nicht für erwachsene Kritiker gemacht. Wenn ein Sechsjähriger aus dem Kino kommt und sagt, dass er jetzt auch einen Wald beschützen will, hat der Film seinen Job erledigt.

Für wen ist der Film?

Wenn er dir gefällt, schau auch: Heidi (2015), Vaiana (2016), Der wilde Roboter (2024), Bambi (1942)

Häufige Fragen

Wann ist Heidi - Die Legende vom Luchs in Deutschland gestartet?

Der Film ist am 26. Juni 2025 in den deutschen Kinos angelaufen.

Worum geht es in Heidi - Die Legende vom Luchs?

Heidi pflegt ein verletztes Luchsjunges und versucht dann mit Peter, es ohne das Wissen ihres Großvaters zu seiner Familie zurückzubringen. Gleichzeitig will ein gieriger Geschäftsmann in den Bergen ein Sägewerk bauen und stellt dem Luchs Fallen.

Wie lang ist Heidi - Die Legende vom Luchs?

Der Film dauert 79 Minuten.

Wer hat bei dem Film Regie geführt?

Regie bei Heidi - Die Legende vom Luchs führten Aizea Roca Berridi und Toby Schwarz.

Aus welchen Ländern stammt der Film?

Es handelt sich um eine Koproduktion aus Deutschland, Spanien und Belgien.

Lohnt sich der Ausflug in die Berge für den kleinen Luchs?

Meine Einschätzung vorab: Wer mit kleinen Kindern einen Kinoausflug sucht, bekommt mit Heidi - Die Legende vom Luchs aller Voraussicht nach eine sichere, liebenswerte Wahl. Kurz, verständlich, mit Tieren und einer Geschichte über die Liebe zur Natur, und diese Botschaft schadet nie. Ein filmhistorisches Wunder erwarte ich nicht, der schablonenhafte Bösewicht und die vorhersehbare Rettungsaktion werden mit großer Wahrscheinlichkeit dabei sein. Aber das Luchsjunge und die Berglandschaft können einiges auf ihren Schultern tragen. Meine erwartete Wertung: ein solides, sympathisches Mittelmaß, das für die Zielgruppe locker mehr sein kann. Die Erwachsenen bringen Geduld mit, die Kinder ihre Begeisterung, und alle haben etwas davon.

Erwartete Wertung: 6,3/10 · Story 6 · Schauspiel 6 · Regie 6 · Optik 7 · Musik und Ton 6 · Emotionen 7