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Vorab-Kritik · Im Kino ab 4.2.2027

Remain Vorab-Kritik: Shyamalan trifft Jake Gyllenhaal. Kann es eine bessere Kombination geben?

Amerikanische FilmeThriller

Manche Kino-Verabredungen wünscht man sich seit Jahren, und jetzt steht endlich eine davon im Kalender: M. Night Shyamalan dreht einen Thriller mit Jake Gyllenhaal. Remain startet am 4. Februar 2027 in den deutschen Kinos. Über die Handlung wissen wir bislang so gut wie nichts, doch allein die Besetzung verrät schon jetzt: Das wird einer der am gespanntesten erwarteten Filme dieses Winters.

7,8/10
Erwartete Wertung
Auf dem Papier ein Volltreffer: ein Regisseur, der von Spannung lebt, und ein Schauspieler, der einem die Beklemmung direkt unter die Haut spielt. Nur ist der Twist bei Shyamalan immer ein zweischneidiges Schwert.
Story
7
Schauspiel
9
Regie
8
Optik
8
Musik und Ton
8
Emotionen
7

Die Gesamtwertung ist der Durchschnitt der sechs Kriterien.

Filmdaten

Kinostart in Deutschland4.2.2027
RegieM. Night Shyamalan
BesetzungJake Gyllenhaal, Phoebe Dynevor, M. Night Shyamalan, Tracy Ifeachor, Maria Dizzia, Hannah James
GenreThriller
LandAmerikanische Filme

Worum geht es in Remain? Gute Frage

Ganz ehrlich: Wir wissen es nicht. Und bei Shyamalan ist das überhaupt kein Problem, eher schon Tradition. Seit Jahrzehnten behandelt der Regisseur seine Filme wie sorgfältig verpackte Geschenke, die man erst im Kinosaal auspacken darf. Bei Remain steht lediglich fest, dass es sich um einen US-amerikanischen Thriller handelt, der am 4. Februar 2027 in Deutschland anläuft.

Schon der Titel sagt einiges. Ein einziges Wort, das gleichzeitig Bitte, Flehen und Drohung sein kann. Vielleicht steckt eine Beziehung dahinter, aus der jemand fliehen will, vielleicht ein Ort, an dem es keinen Ausweg gibt, vielleicht etwas völlig anderes. Ich spare mir die Spekulationen, denn bei Shyamalan führt Raten ohnehin nur dazu, dass man sich am Ende ziemlich dumm vorkommt. Entscheidend ist: Der Titel erzeugt schon jetzt Spannung, und bei einem Thriller ist das die halbe Miete.

Jake Gyllenhaal, Meister des modernen Nervenzusammenbruchs

Wenn ich mir einen Schauspieler in einem Shyamalan-Thriller vorstellen müsste, dann Jake Gyllenhaal. Seit Donnie Darko wissen wir, wie gut er Figuren spielt, bei denen man nie sicher sein kann, was in ihrem Kopf vor sich geht. Nach der besessenen Ermittlungsarbeit in Zodiac, dem angespannten Polizisten in Prisoners und vor allem dem unheimlichen Lou Bloom in Nightcrawler versteht sich kaum ein Darsteller seiner Generation so gut auf diese langsam glimmende, unbequeme Anspannung.

Dazu kommt: Gyllenhaal hat ein Gesicht, dem man gerne vertraut. Genau deshalb wirkt es so stark, wenn dieses Vertrauen ins Wanken gerät. Für einen Regisseur, der von Wendungen lebt, gibt es kaum besseres Material. Verlangt Remain von ihm, gleichzeitig sympathisch und verdächtig zu sein, könnte hier etwas ganz Großes entstehen.

Der Rest der Besetzung: von Bridgerton bis zum Regie-Cameo

Der zweite Name auf der Besetzungsliste ist Phoebe Dynevor, den meisten bekannt aus Bridgerton. Im angespannten Beziehungsthriller Fair Play hat sie allerdings gezeigt, dass sie weit mehr kann als Kostümromantik. Ich bin gespannt, was Shyamalan aus ihr herausholt, denn er gibt seinen Darstellerinnen oft erstaunlich vielschichtige, ambivalente Rollen.

Daneben stehen Tracy Ifeachor, Maria Dizzia, Hannah James und die vor allem aus Komödien bekannte Julie Hagerty auf der Liste. Gerade Letztere ist eine spannende Wahl für einen Thriller, und Shyamalan liebt unerwartetes Casting. Und natürlich ist auch M. Night Shyamalan selbst mit dabei. Wer seine Karriere verfolgt, weiß, dass sein Auftritt im eigenen Film fast schon ein Ritual ist, mal als kleine Geste, mal in einer überraschend wichtigen Rolle. Was es diesmal wird, bleibt das Geheimnis des Films.

Shyamalan: der König der Twists, der mal brilliert und mal danebenliegt

Kaum eine Regiekarriere gleicht so sehr einer Achterbahnfahrt wie die von Shyamalan. Das Finale von The Sixth Sense ist Filmgeschichte, Unbreakable war dem Superheldenboom um Jahre voraus, und Signs gehört bis heute zu den nervenaufreibendsten Familienfilmen, die je in einem Maisfeld spielten. Dann folgte eine längere Durststrecke, bis Split ihn mit einem Schlag zurück auf die Landkarte holte. Seitdem haben auch Knock at the Cabin und Trap: No Way Out bewiesen, dass ihm das Spannungshandwerk nach wie vor im Blut liegt.

Seine Stärke ist offensichtlich: Er kann einen einzigen Schauplatz, eine einzige Situation zu stundenlanger Beklemmung aufziehen. Er mag lange Einstellungen, verstörende Stille und eine Kamera, die den Gesichtern zu nahe kommt. Seine Schwächen sind mindestens genauso bekannt: ein Hang zum Überzerklären, manchmal etwas hölzerne Dialoge und ein so großes Vertrauen in die eine große Wendung, dass er die mühsam aufgebaute Spannung mit einem einzigen Satz verpuffen lässt. Die große Frage bei Remain lautet also, welcher Shyamalan im Februar auftaucht.

Was spricht für den Film, und wo könnte er straucheln?

Was mich optimistisch stimmt:

Was mir Sorgen macht:

Eine Altersfreigabe steht noch nicht fest, aber ein Shyamalan-Thriller richtet sich selten an die Kleinsten. Darauf sollte man sich einstellen.

Für wen ist der Film?

Wenn er dir gefällt, schau auch: Split (2016), Prisoners (2013), Trap: No Way Out (2024), Knock at the Cabin (2023), Nightcrawler (2014)

Häufige Fragen

Wann startet Remain in Deutschland?

Remain kommt am 4. Februar 2027 in die deutschen Kinos.

Wer hat Remain inszeniert?

Regie führt M. Night Shyamalan, der im Film auch selbst mitspielt.

Wer spielt in Remain mit?

Zur Besetzung gehören Jake Gyllenhaal, Phoebe Dynevor, M. Night Shyamalan, Tracy Ifeachor, Maria Dizzia, Hannah James und Julie Hagerty.

Welches Genre hat Remain?

Remain ist ein US-amerikanischer Thriller.

Lohnt es sich, wegen Remain bis Februar durchzuhalten?

Ich finde: ja, und zwar unbedingt. Auf dem Papier ist Remain genau der Film, auf den Shyamalan-Fans lange gewartet haben: ein schnörkelloser, angespannter Thriller mit einem Hauptdarsteller, der Beklemmung zur Kunstform erhoben hat. Klar, Shyamalans Karriere hat uns gelehrt, dass verfrühtes Feiern riskant ist. Doch die Kombination ist zu vielversprechend, um sie zu ignorieren. Meine Erwartung liegt bei einer starken Sieben, die locker zur Acht werden kann, wenn der Twist diesmal sitzt. Ich bin bei der ersten Vorstellung dabei, und bis dahin rate ich dringend, Spoilern aus dem Weg zu gehen. Bei Shyamalan ist das kein Tipp, sondern eine Überlebensstrategie.

Erwartete Wertung: 7,8/10 · Story 7 · Schauspiel 9 · Regie 8 · Optik 8 · Musik und Ton 8 · Emotionen 7